12.03.2008, 09:16 Uhr | AFP/T-Online
Mobilfunksendemast (Foto: dpa)Durch den Erfolg des neuen Mobilfunkstandards UMTS steht der herkömmliche GSM-Standard in Japan vor dem Aus. Erstmals hätten die Handyhersteller den Mobilfunkanbietern in dem asiatischen Land im Januar nicht ein einziges GSM-Gerät geliefert, teilte der Mobilfunk-Branchenverband am Dienstag mit. GSM, das als zweite Generation des Mobilfunks bezeichnet wird, ist der weltweit am weitesten verbreitete Mobilfunkstandard. Auch in Deutschland haben die meisten Handynutzer noch GSM-Geräte. UMTS, die dritte Generation (3G), bietet hohe Datenübertragungsraten, die eine schnelle Internetverbindung erlauben.
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In Japan steht der Mobilfunkstandard GMS vor dem Aus. (Foto: Archiv)Der japanische Netzbetreiber NTT DoCoMo war 2001 der weltweit erste Anbieter eines UMTS-Netzes. In Japan besaßen Ende Februar bereits 85 Prozent aller Mobilfunkkunden UMTS-Geräte, das Abschließen von GSM-Verträgen ist im Prinzip nicht mehr möglich. In Deutschland lag der Anteil der UMTS-Anschlüsse Ende 2007 hingegen gerade einmal bei etwa zehn Prozent. Ähnlich weit fortgeschritten ist die Umstellung auf die dritte Generation in Südkorea. Allerdings könnte das japanische Beispiel durchaus Schule machen, sodass eines Tages auch in Europa das UMTS-Netz über das GSM-Netz siegen könnte. Ein Vorbote dieser Entwicklung war vor wenigen Wochen in Barcelona zu beobachten: Die weltweit größte Mobilfunkmesse lief seit ihrer Gründung unter dem Namen 3GSM. In diesem Jahr hat sie den GSM-Standard aus ihrem Namen verbannt und heißt nun Mobile World Congress.
AFP/T-Online
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