10.08.2010, 11:45 Uhr | t-online
Die Zeit der Unschuld für Googles Handy-Betriebssystem scheint vorbei. Kaspersky Lab berichtet von dem ersten Trojaner für Android-Smartphones. Der Spezialist für Sicherheitssoftware hat den Schädling bereits auf einer Reihe von Geräten entdeckt. Die Betroffenen dürften sich demnächst über eine überhöhte Telefonrechnung wundern. Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln hat der Schädling jedoch keine Chance.
Das Programm mit dem offiziellen Namen Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.a gelangt über eine harmlos scheinende Media-Player-App auf das Handy. Diese wird nicht im offiziellen Android Market von Google angeboten, sondern verbreitet sich offenbar vor allem über privaten Austausch. Der Nutzer muss die Datei mit der Endung .APK auf sein Handy kopieren und dort von Hand ausführen. Nach der Installation verschickt die Software unbemerkt SMS an teure Premium-Nummern. Die Gebühren für eine solche SMS sind in Deutschland theoretisch unbegrenzt. Allerdings muss der Anbieter den Kunden darauf hinweisen, wenn der Preis pro SMS über 2 Euro ansteigt. Andernfalls kann der die Zahlung verweigern.
Kaspersky Lab rät Nutzern von Android-Handys dringend, bei der Installation neuer Apps darauf zu achten, welche Berechtigungen diese einfordern. Im Fall des manipulierten Media-Players muss der Nutzer bestätigen, dass das Programm SMS versenden und Anrufe tätigen darf. Zudem muss ein Sicherheitsmechanismus von Android deaktiviert werden. Dieser verhindert die Installation von Programmen, die nicht im offiziellen Android-Market angeboten und daher auch nicht von Google überprüft werden. Kaspersky Lab hat die Signatur des Android-Trojaners bereits in seine Sicherheitssoftware integriert, andere Anbieter werden in diesem Punkt sicherlich bald nachziehen.
SMS-Trojaner wie Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.a sind die häufigste Art von Schadsoftware für Handys. Erst im Juni hatte ein SMS-Trojaner für Windows Mobile Handynutzern auf der ganzen Welt überhöhte Telefonrechnungen beschert. Android war bislang von solchen Attacken verschont geblieben. Angesichts des stetig wachsenden Marktanteils war es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis Cyber-Kriminelle sich auch Googles Handy-Betriebssystem zuwenden würden. Unabhängig vom Betriebssystem raten Experten Smartphone-Nutzern dazu, eine Antiviren-Schutzsoftware (von z. B. Kaspersky, F-Secure, McAfee oder Symantec) zu installieren und regelmäßig zu aktualisieren.
Quelle: t-online.de
Computrowsky schrieb:
am 11. August 2010 um 21:34:01
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Antiviren-Wahn / Panikmache
Ich rate jedem von festinstallierter Antiviren Software ab. Der grösste "Nutzen" dieser SW-Gattung ist, den
Rechner dicht zu machen, sodaß er sich anfühlt, als wäre er mit sämtlichen Viren befallen. Bißchen Selbstdisziplin und gesunden Menschenverstandes bringen viel mehr als jahrelange Antivirenabonnements !
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Max schrieb:
am 11. August 2010 um 11:45:23
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kein wunder.
Solche Smartphones sind ja nichts anderes als kleine Computer. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass auch für solche Geräte
Viren kommen. Nur ärgerlich wenn es dann so extrem teuer wird. Dann muss bald nen Gesetz her, welches den Geschädigten im Falle eines Viruses schützt!
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