13.09.2010, 12:00 Uhr | t-online.de
Kaspersky Lab warnt vor einem SMS-Trojaner für Android-Handys. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Kaspersky Lab meldet einen weiteren Trojaner für Android-Handys: Der Schädling mit dem Namen Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.b verbreitet sich offenbar über russische Pornoseiten und verschickt SMS für sechs US-Dollar pro Stück. Besonders perfide: Nur Android-Nutzer sind betroffen, wer die jeweiligen Internetseiten mit einem anderen Handy-Betriebssystem besucht, kann problemlos die schlüpfrigen Inhalte betrachten. Da der Handy-Trojaner bislang nur über russische Seiten verbreitet wird, dürfte für deutsche Android-Nutzer noch keine Gefahr davon ausgehen. Wir verraten dennoch, wie Sie sich vor diesem und anderen Trojanern schützen können. (Android Smartphone: Tipps für mehr Sicherheit)
Wichtigste Regel beim Schutz vor Handy-Trojanern: Augen auf bei neuer Software. Im Gegensatz zu anderen Schädlingen müssen Trojaner vom Nutzer selbst installiert werden. Der neueste Android-Schädling Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.b etwa verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Media-Player pornplayer.apk, der Pornofilmchen abspielen soll. Auffällig: Bei der Installation fragen Trojaner oft nach bestimmten Rechten, im aktuellen Beispiel etwa danach, ob sie SMS verschicken dürfen - eine eher ungewöhnliche Frage von einem Media-Player. Treten solche Ungereimtheiten auf, sollte der Nutzer auf die Installation des betroffenen Programms sicherheitshalber verzichten.
Darüber hinaus ist mittlerweile vor allem bei Smartphones eine Virenschutzsoftware durchaus sinnvoll. Schließlich befinden sich auf den kleinen Alleskönnern neben wichtigen persönlichen Kontakten oft auch eine Vielzahl von Passwörtern und Zugangsdaten. Entsprechende Produkte gibt es unter anderem von Kaspersky Lab, Avira, F-Secure, McAfee und Symantec. Zudem sollten Smartphone-Nutzer regelmäßig ihre Telefonrechnung auf teure oder auffällige Anrufe und SMS überprüfen. Nach Angaben von Christian Funk, Virenanalyst bei Kaspersky Lab, sind die SMS-Trojaner wie im jüngsten Fall die häufigste Art von Schadsoftware für Handys.
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Quelle: t-online.de
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