29.04.2010, 14:40 Uhr | t-online
Autos mit der Fernbedienung steuern, Gesichter erkennen oder Lippenlesen - Handys der kommenden Generation lassen nahezu keine Wünsche mehr offen. Der letzte Schrei ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm (Touchscreen), der - eigentlich ein Widerspruch - sogar funktioniert, ohne ihn zu berühren. In unserer Foto-Showzeigen wir diese und weitere spannende Technologien, die das Mobiltelefon von Morgen haben wird.
So verblüfft die Firma Cypress Semiconductor mit einer Neuerung, die sich "Hover" (engl. "in der Luft schweben") nennt: Eigentlich versteht man unter einem Touchscreen einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Doch Hover kommt für bestimmte Aktionen auch ohne Displayberührung des Nutzers aus. Wie das funktioniert erklären wir in der Foto-Show "Was die nächste Handys-Generation kann". Die Technik soll noch in diesem Quartal für die Handyhersteller verfügbar werden.
Die Handy-Branche hat aber noch mehr in petto: Wer würde sein Auto nicht gerne mal wie David Hasselhoff in der beliebten US-Serie "Knight Rider" fernsteuern? Die Deutsche Telekom und der Reifenhersteller Continental haben gemeinsam eine Handy-Fernbedienung fürs Auto entwickelt. Mit ihr lassen sich alle wichtigen Funktionen des Autos wie das Öffnen und Schließen des Cabriodachs, Höchstgeschwindigkeit oder die Sitzheizung problemlos steuern. Äußerst hilfreich ist auch die Funktion "Gesture Search" für Google-Handys. Schreibt der User mit dem Finger einen Buchstaben auf den Touchscreen, durchforstet die Software das Handy nach Inhalten, die mit diesem Buchstaben beginnen. Die Applikation "Recognizr" dagegen zeigt Facebook-Informationen zu fremden oder bekannten Personen, auf die die Handy-Kamera gerichtet ist. Noch einen Schritt weiter gehen deutsche Entwickler aus Karlsruhe, die dem Handy das Lippenlesen beigebracht haben. Auch diese Techniken erklären wir in der Foto-Show "Was die nächste Handys-Generation kann".
Die Bedienung eines Handys nur mit Fingerbewegungen auf dem Display wie auf dem iPhone hätten vor ein paar Jahren nur die wenigsten Optimisten für realistisch und marktreif gehalten. Doch was heute in der Handy-Technik noch unwahrscheinlich und utopisch klingt, kann morgen schon Realität sein. Klar ist, dass nicht jede interessante Neuerung den Sprung aufs Handy und Smartphone schafft, aber die Nützlichkeit eines "Hover"-Touchscreens steht außer Zweifel.
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