22.11.2011, 12:00 Uhr | t-online.de
Was Billig-Tablet-PC taugen und worauf es beim Kauf ankommt.
Tablet-PC – nur eine Modeerscheinung? Keineswegs. Die tragbaren, tastaturlosen Bildschirmcomputer werden als unkomplizierte Surf-, Spiel- und Multimedia-Maschine fürs Sofa oder den Beifahrersitz im Auto immer beliebter. Dabei ist die Auswahl längst nicht nur auf das Apple iPad begrenzt. Mancher Elektronikdiscounter lockt sogar mit Modellen für unter 150 Euro. Wir sagen, worauf es beim Kauf ankommt.
Tablet-PC gibt es in verschiedenen Größenklassen, die mit der Bildschirmdiagonale in Zoll angegeben werden. Üblich sind zwischen 7 und 10 Zoll, also etwa 18 bis 26 cm. Auf einem 10-Zoll-Display wirken Fotos und Filme wesentlich besser als auf einem 7-Zoll-Modell, Webseiten und Zeitschriften sind leichter zu lesen und auch der Nebenmann kann noch mitschauen. Zudem sind Buttons und Symbole mit dem Fingertipp leichter zu treffen. Der Preis ist ein recht hohes Gewicht – 600 bis 750 Gramm lassen Arme mit der Zeit ermüden und den Wunsch nach einer Ablage aufkommen.
Egal wie groß – Pflicht ist ein kapazitiver Touchscreen. Nur solche Displays reagieren auf eine leichte Fingerberührung. Bei aktueller Markenware ist das eine Selbstverständlichkeit, doch besonders billige Tablet-PC nerven schon mal mit resistiven Touchscreens, die kräftiges Tippen erfordern.
Tablet-Computer boomen: Immer neue Modelle sprießen wie Pilze aus dem Boden, doch längst nicht alle sind ihr Geld wert. zum Video
Derzeit teilt sich die Welt der Tablet-PC in zwei Lager: Auf der einen Seite Apple mit dem iPad 2, seit März 2011 millionenfach verkauft. Es ist verfügbar in zwei Farb- und drei Speichervarianten sowie jeweils mit oder ohne Mobilfunk-Modul (UMTS). Demgegenüber steht praktisch alles, was in der Elektronikbranche Rang und Namen hat, von kleineren Marken wie Asus und HTC bis hin zu den Elektronikriesen LG, Sony und Samsung. Gemeinsam bringen sie eine stetig wachsende Zahl an Tablet-PC-Modellen aller Größen und Leistungsklassen hervor, die meist eines gemeinsam haben: Ihr Software-Motor heißt Android, ein von Google entwickeltes Betriebssystem für mobile Geräte, das sich schon auf Smartphones bewährt hat.
Das Apple iPad 2 überzeugt mit der größten Auswahl an Software (Apps) und Medien und einer butterweichen Bedienung, die keine Fragen offenlässt. Das gesamte Apple-Konzept wirkt sehr schlüssig, Hardware und Software spielen bestens zusammen. Der 9,7-Zöller wiegt nur 600 Gramm und glänzt mit enormer Akkulaufzeit von über 10 Stunden. Als reine Surfmaschine macht das iPad jedoch nicht immer eine gute Figur. Manche Internetseiten kann es nicht korrekt darstellen, weil Apple den Webstandard Flash aus Prinzip nicht unterstützt. Allerdings passen sich dem immer mehr Webseiten an, so dass zumindest dieses Manko an Bedeutung verliert.
Für ein Android-Tablet-PC sprechen hingegen die große Modellvielfalt und die freie Wahl aus mehreren Herstellern. Diese nutzen die Spielräume, die Google lässt, und passen die Software gerne individuell etwas an. Die Bedienung geht meist fast so flott von der Hand wie beim iPad-System iOS. Voraussetzung ist aber, dass mindestens Android 3.0 installiert ist und der Hersteller Hard- und Software gut aufeinander abgestimmt hat.
Neuere Android-Tablets beherrschen zwar Flash, doch ausgerechnet die taufrische Android-Version 4.0 steht noch ohne Flash-Unterstützung da, weil Adobe das nötige Plug-in bislang nicht bereitgestellt hat. Android-Nutzer müssen zudem damit rechnen, dass ihr Tablet schneller veraltet. Hat Google eine neue Android-Version entwickelt, obliegt es dem Tablet-Hersteller, ob er diese auch für ältere Modelle zur Verfügung stellt oder nicht.
Größte Schwäche der Androiden ist das noch geringe Angebot an Apps. Die meisten der etwa 400.000 Android-Apps laufen zwar, sind aber für kleinere Smartphones entwickelt und wirken auf Tablets merkwürdig aufgeblasen. Weil Google anders als Apple angebotene Drittsoftware nicht prüft, ist die Qualität der Apps sehr durchwachsen. Noch sehr dünn sieht es bei Medien wie Filmen, Comics oder Zeitungen aus. Aber: Dank steigender Verbreitung von Android-Tablets geht der Trend klar nach oben. Alles in allem wirkt die bunte Android-Szene im Vergleich zur aufgeräumten Apple-Welt etwas chaotischer und nicht immer bis ins Letzte durchdacht.
Daneben gibt es auch einige Tablet-PC mit Windows 7. Das Microsoft-Betriebssystem – nicht zu verwechseln mit dem Smartphone-System Windows Phone – ist nicht für die Fingerbedienung optimiert und in der Bedienung hakeliger als etwa Android oder Apple iOS. Als Pluspunkt bleibt die Kompatibilität zum Windows-PC. Erst mit Windows 8 will Microsoft kräftig nachbessern. Das erscheint aber erst frühestens im Herbst 2012.
Der Bildschirm sollte besonders hell und kontrastreich sein und nicht zu sehr spiegeln. Je höher die Bildauflösung, desto besser. 1024×768 Pixel – soviel bietet das Display des iPad – gelten als Minimum. Die meisten aktuellen Android-Tablets beherrschen eine etwas höhere Auflösung, zum Beispiel 1280×800 Pixel, und können somit HD-Videos ohne Qualitätseinbußen wiedergeben.
Ein schneller Dual-Core-Prozessor, zum Beispiel ein nvidia Tegra 2 mit 1 GHz Takt, sorgt dafür, dass Spiele und andere Multimedia-Anwendungen flüssig laufen. Der Datenspeicher sollte nicht weniger als 16 GB betragen. Achtung: Bei manchen Tablet-PC wie dem iPad lässt sich der Speicher nicht erweitern. Wer wesentlich mehr als nur surfen will, sollte gleich zur 32- oder gar zur 64-GB-Variante greifen. Andere Tablet-PC stellen dafür einen Speicherkartenslot zur Verfügung.
Ein HDMI-Ausgang zum Anschluss an einen Fernseher bietet nicht jeder Tablet-PC. Beim iPad 2 hilft ein zusätzlicher Adapter, doch die Sony-Tablets S und P übertragen ihr Bild nur via Funk an Fernseher, die die DLNA-Technologie unterstützen. Eine USB-Buchse erleichtert den Datenaustausch.
WLAN nach dem aktuellen n-Standard sollte jedes Tablet beherrschen. Wer auch unterwegs jederzeit einen Online-Zugang wünscht, braucht einen UMTS-Empfänger samt Mobilfunkprovider.
Ab etwa 350 Euro gibt es akzeptable Tablet-PC mit 16 GB Speicher und 10-Zoll-Display. Mehrere Hersteller bieten hier technisch ähnliche Geräte auf Android-Basis an. Unterschiede gibt es vor allem in der Qualität des Bildschirms (Helligkeit, Kontrast und Winkelabhängigkeit), der Ausstattung mit Schnittstellen und der Akkukapazität. Ab 500 Euro kann man ein leichteres Gehäuse, Akkulaufzeiten von mindestens 9 Stunden und ein brillantes Display erwarten.
Das preiswerteste iPad 2 mit 16 GB Speicher ohne UMTS kostet bereits rund 500 Euro. Bis zum Erscheinen des iPad 3 dürfte sich an dem Preis auch nichts ändern. In der gleichen Preis- und Leistungsklasse liegen die Top-Androiden von Samsung und Sony. Im direkten Vergleich der Verfolger punktet das Samsungs Galaxy Tab 10.1 N mit langer Akkulaufzeit und HDMI-Anschluss. Der fehlt den Sony-Tablets S und P, dafür gibt's ein besonders leichtes Gehäuse in handlicher Keilform, ein sehr leuchtstarkes Display und ein zusätzliches Medienangebot aus Sonys Unterhaltungsimperium.
Deutlich weniger als 300 Euro für ein 10-Zoll-Tablet oder 150 Euro für einen 7-Zöller - da ist Vorsicht angesagt, es lauern Ladenhüter und Konstruktionsdesaster. Finger weg heißt es bei Geräten mit veraltetem Betriebssystem oder einem resistiven Touchscreen. Auch solche Tablets, die noch bis Anfang 2011 eilig auf den Markt geworfenen wurden, um mit dem iPad zu konkurrieren, sind meist kein Schnäppchen. Sie erwiesen sich weitgehend als Flops, sind zu schwer, haben grobpixelige und unpräzise Displays, lahme Prozessoren und kurzatmige Akkus. Eine gute Wahl dagegen ist immer noch das iPad der ersten Generation. Der voll zum iPad 2 kompatible Klassiker ist gebraucht ab etwa 350 Euro zu bekommen.
Innovative, cloud-basierte Techno- logie mit bewährtem Virenschutz. Bewährter Rundum-Schutz - egal ob Privat, bei der Arbeit, Online-Banking oder -Shopping oder sozialen Netzwerken. weiter zum Angebot
t-online.de
schorsch schrieb:
am 16. Januar 2012 um 16:42:45
(0)
(0)
Ich sage nur: LOOX
Nicht nur Freaks wissen es mittlerweile: für etwa 100 Euro gibt es das Odys Loox, ein 7 Zoll Androide, der für den
Alltagsgebrauch völlig ausreicht. Filme gucken, E-Book-Reader, E-Mails, Surfen, facebook und alle anderen "social networks", dazu wertig verarbeitet und jede Menge andere user, die in Foren helfen. iPad? 400 oder 800 Euro ausgeben für ein Handy ohne Telefon? Nee, lieber klug sein und Loox nutzen. :-)
mehr
Kommentar melden
Didi1 schrieb:
am 16. Januar 2012 um 16:30:03
(0)
(0)
Tablets
Tablets haben den Vorteil der Mobilität. Die billigen taugen, wenn man den vielen Test- und Erfahrungsberichten glaubt, allerdings
nicht viel oder gar nichts. Was mich stört, ist die mangelhafte Austauschbarkeit der Komponenten, wie Akku und Speicher.
mehr
Kommentar melden
Peter schrieb:
am 10. Dezember 2011 um 17:59:36
(6)
(0)
Tablet Computer
Normalerweise kaufe ich nichts Unnötiges nur, weil es im Trend liegt, ich habe auch lange gezögert bis ich mir ein Tablett
gekauft habe doch missen möchte ich meins heute nicht mehr. Die kosten für meine Zeitungen Abos, auf die ich u.a geschäftlich angewiesen bin, konnte ich stark reduzieren, eine Fernsehzeitung brauche ich gar nicht mehr, überlegen welches Buch ich in den Flieger mitnehme brauche ich auch nicht mehr. Der Tablet Markt hat mittlerweile auch für jedes Budget ein passendes Gerät.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Internet Explorer 9: Flotter Seiten- aufbau bei voller Sicherheit. mehr
Neues Oberklassen-Smartphone mit 4,7-Zoll-Display. zum Video