16.04.2010, 11:11 Uhr | t-online.de
Erst wenige Tage gibt es den Handy-Browser Opera Mini für das iPhone und schon ist die App der beliebteste Download im App Store. Nicht ohne Grund: Denn in unserem Schnell-Test behauptet sich der Browser gegenüber dem vorinstallierten Apple-Programm Safari: Vor allem in punkto Geschwindigkeit hat Opera die Nase vorn. Ein paar Nachteile lassen sich dennoch nicht leugnen. In unserer Foto-Show gibt´s erste Eindrücke zum neuen iPhone-Browser.
Im Unterschied zu einigen anderen Browsern berechnet Opera Mini die Darstellung der Website nicht erst auf dem Handy, sondern auf einem Server des Herstellers. So weiß das norwegische Unternehmen stets genau, auf welchen Seiten Opera-Nutzer surfen. Dafür verringert sich das Datenaufkommen und die Ladezeiten von Websites. Um bis zu 90 Prozent weniger Datenmenge werden dabei verschickt, was vor allem das Portmonee von Internetsurfern ohne Pauschaltarif schont. Laut Hersteller ist Opera bis zu sechs Mal schneller als der vorinstallierte Safari-Browser. Darüber hinaus punktet der Browser durch seine Benutzerfreundlichkeit und sein Design. So können mehrere Websites gleichzeitig geöffnet werden, die allesamt gleichzeitig im Display angezeigt werden.
In unserem Schnell-Test sticht beim ersten Öffnen des Safari-Browsers zuerst die ungewohnte Startseite ins Auge. Der Nutzer kann über eine übersichtliche Tab-Auswahl direkt auf seine Lieblings-Webseiten zugreifen. Leider ist die Textdarstellung nicht optimal. Während man beim Safari auch in herausgezoomtem Zustand Texte gut lesen kann, muss man beim Opera Mini erst per Fingergeste die Seite vergrößern. Die Geschwindigkeit beim Surfen mit GPRS oder EDGE ist deutlich höher als mit dem Konkurrenz-Browser von Apple. Beim Surfen via UMTS fällt dieser Unterschied jedoch nicht ins Gewicht.
Fazit: Der Opera-Browser für das iPhone ist eine gute, aber noch keine perfekte Alternative zum Safari-Browser. Für Opera mini sprechen kurze Ladezeiten, geringes Datenaufkommen sowie die einfache Bedienung. Minuspunkte gibt es bei der Website-Darstellung. So können Webseiten wie beispielsweise t-online.de erst nach dem Vergrößern gelesen werden. Da hat der Safari-Browser zurzeit noch die die bessere Lösung. Auch ist es bedenklich, dass private Daten zum Surfverhalten an Opera weitergeleitet werden. Bleibt zu hoffen, dass die Opera-Entwickler diese Mankos mit dem ersten großen Update beseitigen - Dann wird der Opera mini die perfekte Alternative. Für mehr Informationen zum Opera Mini besuchen Sie den Blog auf softwareload.de.
Quelle: t-online.de
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