21.06.2011, 10:29 Uhr | Sascha Plischke, dpa
Nokia hat sein neues Smartphone N9 vorgestellt. Das Handy verzichtet fast komplett auf Tasten, der Wechsel zwischen Programmen und zurück zum zentralen Home-Bildschirm soll über Gesten auf dem Touchscreen erfolgen. Überraschend ist auch das Betriebssystem des Nokia N9: Trotz strategischer Partnerschaft mit Microsoft wird das Smartphone mit dem konzerneigenen System MeeGo ausgeliefert. Gemeinsam mit drei neuen, günstigen Telefonen soll das ungewöhnliche Flaggschiff-Modell Nokia N9 dem unter Druck stehenden Weltmarktführer dabei helfen, sich gegen Konkurrenten wie Apple, Samsung und HTC zu wehren und Kunden zurückzugewinnen.
"Mit dem Nokia N9 wollten wir eine bessere Art entwerfen für den Umgang mit einem Telefon", sagte Nokias Design-Chef Marko Ahtisaari anlässlich der Produktvorstellung am Montag. Man habe Hardware und Software ganz neu erdacht, um dem Anwender eine einmalige Bedienung zu ermöglichen, Tatsächlich überrascht das Nokia N9 mit seinem Verzicht auf einen so genannten Home-Button, selbst besonders minimalistische Smartphones wie das Apple iPhone oder das Samsung Galaxy S verfügen noch über eine Taste, die den Nutzer immer wieder zu einem zentralen Auswahlbildschirm zurückbringt. Gerüchten zufolge verzichtet auch Apple beim iPhone 5 auf Tasten.
Überraschend ist auch die Wahl des Betriebssystems. Das Nokia N9 soll mit MeeGo ausgeliefert werden, dessen Entwicklung Nokia einst zusammen mit dem Chip-Konzern Intel begonnen und dann später ganz übernommen hatte, das aber mittlerweile als Auslaufmodell gilt. Erst kürzlich war Nokia eine strategische Partnerschaft mit dem Software-Unternehmen Microsoft eingegangen mit dem Ziel, künftig bei der Smartphone-Produktion auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 zu setzen.
Der Rest der Leistungsdaten des Nokia N9 entspricht dem derzeitigen Stand der Smartphone-Technik: Der Touchscreen ist ein AMOLED-Display mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Eine eingebaute HD-Kamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln erlaubt die Aufzeichnung hochauflösender Bilder und Videos, über eine sogenannte Near-Field-Communication-Schnittstelle (NFC) kann das Smartphone zum Beispiel mit speziellen drahtlos ansteuerbaren Lautsprechern Kontakt aufnehmen und Musik widergeben. Eine von Werk aus installierte Navigationssoftware sowie Dolby-Surround-Sound über die Kopfhörer runden das Ausstattungspaket ab. Allerdings gab Nokia weder einen Preis noch einen exakten Marktstart für das Nokia N9 bekannt. Es soll aber noch dieses Jahr erhältlich sein.
Experten zeigten sich überrascht von Nokias Schritt, sein neuestes Smartphone mit MeeGo auszuliefern. "Wunderschöne Hardware mit Zombie-Software", titelte etwa das international renommierte Gadget-Blog Gizmodo über das Nokia N9. Andere Autoren wie zum Beispiel Michael Gorman von Engadget zeigten sich etwas weniger skeptisch. Offenbar fährt Nokia bei der Wahl des Betriebssystems eine zweigleisige Strategie. Noch in diesem Jahr will der finnische Hersteller erste Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 auf den Markt bringen. Die massenhafte Auslieferung dieser Handys werde 2012 beginnen, sagte Nokia-Chef Stephen Elop am Dienstag in Singapur.
Neben dem Nokia N9 stellte das finnische Unternehmen weitere, günstigere Modelle vor. Mit dem C2 will Nokia wieder Marktanteile bei günstigeren Telefonen zurückerobern. Die internetfähigen Handys der Modellreihe sollen ab 75 Euro kosten. Nokia verlor zuletzt stark Marktanteile an Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android sowie das iPhone von Apple. Auch bei den günstigen Handys steht der Weltmarktführer inzwischen unter Druck und musste zuletzt Geschäftsprognosen senken.
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Sascha Plischke, dpa
Samsung schrieb:
am 21. Juni 2011 um 21:21:19
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Vergesst Nokia
Sorry, aber wer in Rumänien billig produzieren will, der soll auch da verkaufen! So schafft man sich hoffentlich keine Kunden mehr in Deutschland.
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Nokia schrieb:
am 21. Juni 2011 um 20:50:40
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smarphone
jahrelang habe ich nokia handys genutzt und musss sagen dass ich immer zufrieden war und sie immer den anderen eine länge vorraus
waren. leider haben sie den start der smarphones verschlafen, sodass ich umsteigen musste, erst auf black berry and nun auf i-phone 4. es wird schwer sein mich da wieder von weg zu kriegen.
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Galaxy S schrieb:
am 21. Juni 2011 um 18:42:38
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Nok out
Wir ware jahrelang Nokia-Kunden, bis wir in der Firma einen E97 und ein N97 bekamen. In 6 Monate 4 Mal zu reparatur und ausgetauscht!
E-mail hat nie richtig funktioniert. Es blieb ein aufgebohrtes Telefon mit alte Strukturen. Bei T-mobile zurückgegeben und dafür 2 x Samsung S und jetzt S2. Problemlos, einfach und schön! Gut für Profis die damit arbeiten und viel schreiben müssen!
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