12.07.2010, 11:58 Uhr | apn, afp, t-online.de
Offene Kanalschächte können für Handy-Nutzer gefährlich werden. (Foto: dpa)
Sie laufen gegen Schilder, verstauchen sich den Knöchel, verschwinden im Kanalschacht oder rennen unbedacht über eine viel befahrene Straße. Immer mehr Handy-Nutzer in der Öffentlichkeit werden offenbar unvorsichtiger und so steigt die Zahl derer, die sich beim Telefonieren oder Simsen in Gefahrensituationen begeben und dabei teilweise lebensgefährlich verletzen. Eine neue Handy-Technologie, die mit Bluetooth-Stimmerkennung arbeitet, soll das Bedienen des Handys erleichtern und damit Gefahren minimieren.
Der Kalifornier Todd Atwood weiß genau, was unachtsamen Handynutzern passieren kann. "Ich habe eine Frau beim Telefonieren gegen ein Straßenschild laufen sehen", erzählt er. "Sie hat sich dabei zum Glück nur erschrocken." Aber nicht alle Fußgänger, die auf der Straße in ihre Handytelefonate oder SMS-Nachrichten vertieft sind, kommen so glimpflich davon. Manch einer stolpert dabei über den Bordstein oder läuft bei dichtem Verkehr auf die Straße, für einige Unvorsichtige endet die Reise sogar in einem Kanalschacht. Eine Studie der Universität von Ohio ergab, dass sich die Zahl der aus solchen Unfällen resultierenden Notfallaufnahmen von Jahr zu Jahr verdoppelt. Demnach mussten in den USA im Jahr 2008 mehr als 1000 Fußgänger behandelt werden, nachdem sie beim Simsen gegen einen Laternenpfahl gelaufen waren oder sich beim Handytelefonat einen Knöchel verstaucht hatten. Es gäbe vermutlich sogar weitaus mehr Fälle, da viele Menschen nicht zugeben wollten, sich auf diese Weise verletzt zu haben, sagt Jack Nasar, Professor für Stadtplanung, der die Studie beaufsichtigte.
Mit neuartigen Technologien wollen Unternehmen derartigen Unfällen künftig vorbeugen. Das in San Francisco ansässige Elektronikunternehmen Aliph stellt Bluetooth-Headsets her, die eine gesprochene Nachricht in eine SMS-Botschaft umwandeln, was den Blick auf die Tasten unnötig macht. Außerdem verfügt die Technik auch über eine verbale Anruferkennung und eine weitere Funktion, die es dem Nutzer ermöglicht, ihre Gesprächspartner mit der Stimme anzurufen, ohne die Nummer eintippen zu müssen. Die technologischen Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft. So gibt es auch Programme, mit denen der User auf seinem Smartphone Kamerabilder seiner näheren Umgebung empfangen kann. So weiß er im voraus, wo möglicherweise Gefahr in Form eines Laternenpfahls oder eines Gullyschachts lauert. "Das könnte eine Teillösung des Problems sein", so Clifford Nass, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Stanford. Ganz aus der Welt schaffen ließen sich die Gefahren aber nicht: Das Gehirn des Menschen könne einfach nicht alles auf einmal machen, sagt der Experte für Multi-Tasking.
Immer top informiert: SMS- & MMS-Dienste fürs Handy
Quelle: t-online.de , AFP , dapd
Dagobert schrieb:
am 13. Juli 2010 um 08:58:11
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So what?
In der gesamten Menschheitsgeschichte gab es schon immer Gelegenheiten, eine gewisse Auslese zu treffen. Seit es keine Höhlenbären
und Säbelzahntiger mehr gibt, erledigt das halt das Handy! Wenn ich die Hühner sehe, die schon mit stierem Blick auf das Display stur vom Bus über die Straße laufen, dann ist das (fast) so gut wie dem Saurier auf den Schwanz treten.
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Tester schrieb:
am 12. Juli 2010 um 19:23:48
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man sollte die Deppen, die es einfach nicht kapieren
wollen, dass das Handy beim Autofahren nicht ans Ohr gehört, Superhart bestrafen, zB.
sechs wochen im Krankenhaus arbeiten lassen, zudem noch ne hohe, dem einkommen angepasste strafe verpassen, natürlich auch unseren Typen mit den blauen Blinklichtern obendrauf, denn die fahren einen solchen Schei.. zusammen, dass das sich schon als Kriminell eingestuft werden kann.
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silvi schrieb:
am 12. Juli 2010 um 18:47:34
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Darwin hat Recht
Hallo tachauch.......dem kann ich nur zustimmen. Das Handy ist ein Medium, welches/welcher nur mit Sinn und Verstand benutzt wird/werden kann.
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