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Navigationsgeräte-Test: Einsteiger Navigationsgeräte bis 155 Euro

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Navigationsgeräte-Test: Preiswerte Modelle überzeugen

21.07.2010, 12:22 Uhr | pcwelt.de

Navigationsgeräte unter 155 Euro im Test. (Fotos: Falk, Garmin, Montage: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Bei der neusten Generation der günstigen Navigationsgeräte haben die Hersteller stark am Nutzwert gefeilt: Viele Modelle bieten außer der klassischen Autonavigation auch Modi für Fahrräder und Fußgänger. Zudem halten hilfreiche Funktionen wie ein Fahrspurassistent, 3D-Modus oder eine Streckenplanung Einzug. Das Magazin pc-welt.de hat neun Navigationsgeräte der Einsteigerklasse bis 155 Euro getestet - alle Ergebnisse in der Foto-Show.

Die getesteten Navigationsgeräte unterscheiden zunächst in ihren Maßen. Bei einem leichten Gerät muss man Abstriche bei Display-Größe und Akkulaufzeit hinnehmen. Ein größerer Bildschirm und ein kräftigerer Akku machen ein Navigationsgerät schwerer. Strom verbrauchen vor allem das Display und die ständige Positionsbestimmung via Satellit. Das Leichtgewicht im Testfeld ist das Garmin Nüvi 1240 mit 113 Gramm. Die Lotsen von MyGuide und Becker wiegen am meisten, sie kommen auf 190 Gramm. Fünf der neun getesteten Navigationsgeräte haben eine Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll (ca. 8,9 cm). Hingegen warten Becker Traffic Assist Z 103, Medion GoPal E4235 WEU, MyGuide 4228 und Pearl NavGear GT-43-3D mit einem großen 4,3-Zoll-Display (10,9 cm) auf.

Die Navigationsgeräte von Becker, Garmin, Medion, Pearl und der Testsieger TomTom One IQ Routes Edition bieten einen Fußgänger-/ Fahrradmodus. Hier zählt eine lange Akkulaufzeit von über drei Stunden besonders, da im Gegensatz zum Auto keine Stromzufuhr möglich ist. Gut schneiden hier das Medion GoPal E4235 (3:16 Stunden) und das TomTom One IQ Routes Edition (3:20 Stunden) ab.

Kartenmaterial: Fast alle auf aktuellem Stand

Nur aktuelle und ausführliche Karten sind ein Garant dafür, dass eine Route von A nach B korrekt berechnet wird. Mit veralteten Karten fahren Sie unnötige Umwege oder werden auf Straßen geführt, die es nicht mehr gibt. PC-Welt hat geprüft, ob die Anbieter aktuelles Kartenmaterial bereitstellen oder zumindest per Update eine kostenlose Aktualisierung ermöglichen. Fast alle getesteten Navigationsgeräte waren auf Stand vom März 2010. Negativ fällt das MyGuide 4228 auf: Das Kartenmaterial ist uralt, ein Update überhaupt nicht möglich. Alle anderen machen es besser. Allerdings gibt es Einschränkungen, die es beim Kauf zu beachten gilt: Die Karten lassen sich nur zeitlich begrenzt gratis aktualisieren. Bei Falk, TomTom und dem Preis-Leistungs-Tipp Navigon 1400 müssen Sie das Update innerhalb von 30 Tagen durchführen, bei Garmin lassen sich Karten während 60 Tagen auf den neusten Stand bringen. Große Unterschiede gab es im Test bei der Länderabdeckung. Üppig fällt das Kartenmaterial des Pearl NavGear GT-43-3D, TomTom One IQ Routes Edition und Falk M8 2nd Edition aus. Sie warten mit Karten für 43 europäische Länder auf. Die restlichen Navigationsgeräte decken um die 20 Länder ab. Am Ende auf der Skala rangiert das Navigon 1400 DACH, das nur Karten für Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz umfasst, also für die sogenannte DACH-Region.

digitalLeben - Navigationsgeräte
Familie sitzt vier Tage in der Wildnis fest
Straßenschild im australischen Outback (Montage: t-online.de)

Familienvater vertraut blind seinem Navi und steckt prompt vier Tage im australischen Outback fest. Nur eine von vielen Navi-Pannen. Navi-Pannen

Navigationsgeräte lassen sich sehr einfach installieren

Sämtliche getesteten Navigationsgeräte lassen sich problemlos im Auto installieren. Sie werden mittels Saugnapfsystem an der Windschutzscheibe befestigt. Das funktionierte bei allen problemlos. Dabei sollte man aber sorgfältig vorgehen: Das Navigationsgerät darf das Sichtfeld nicht einschränken, sonst droht eine Buße. Zudem ist ein fett- und fusselfreier Untergrund Pflicht; andernfalls besteht die Gefahr, dass sich das Saugnapfsystem bei einem Aufprall löst und das Navigationsgerät wie ein Wurfgeschoss durchs Auto fliegt.

Die Navigationsgeräte werden über den Zigarettenanzünder im Auto mit Strom versorgt. Außerdem lassen sich acht der neun Lotsen über ihre USB-Schnittstelle per PC oder Notebook aufladen. Ausnahme auch hier wieder ist das MyGuide 4228: Trotz USB-Anschluss konnten wir das Gerät nicht über diese Schnittstelle mit Energie versorgen. Clever planen: Bei längeren Reisen lohnt es sich, die Strecke zunächst am Computer zu planen. Einige Navigationsgeräte bieten hierzu eine spezielle Routen-Software. Mit dieser bereitet der Nutzer die komplette Fahrt vor, inklusive aller Stopps, um zu tanken, zu essen, zu übernachten oder eine Stadt zu besichtigen. Danach lässt sich die Route per Mausklick auf das Navigationsgerät übertragen. Unter den neun Testkandidaten bieten die Geräte von Mio, Navigon und Falk eine solche Planungsfunktion.

Diese Navigationsgeräte sind schnelle Rechner

Je nach Qualität des GPS-Empfängers kann die Berechnung der Route von einigen Sekunden bis hin zu mehreren Minuten dauern. In unseren Praxistests schnitten die Geräte von TomTom, Garmin, Medion und Navigon am besten ab. Bei diesen drei Lotsen lag die Kontaktaufnahme zu den GPS-Satelliten und die nachfolgende Streckenberechnung unter einer Minute. Herausragende Rechner sind das TomTom One IQ Routes Edition und das Garmin Nüvi 1240. Bei beiden dauerte es nur 43 Sekunden, bis die Strecke komplett berechnet war. Am längsten, zwischen einer und fünf Minuten, mussten wir beim Becker Traffic Assist Z 103, MyGuide 4228 und Mio Moov M305 warten.

Praktische Fahrhilfen im Navigationsgerät

Alle Testkandidaten sind mit einem berührungsempfindlichem Bildschirm ausgerüstet. Je größer dieser ist, desto einfacher und schneller lässt sich das Navigationsgerät bedienen, da sich die Symbole besser erreichen lassen. Dies zahlt sich besonders in hektischen Verkehrssituationen aus. Sämtliche neun Navigationsgeräte verfügen über einen integrierten Fahrspurassistenten. Er zeigt bei Verzweigungen auf der Autobahn die richtigen Fahrspuren an oder hebt diese farbig hervor.

Computer
Navigationssystem checkt Motordaten

Ein neues Navigationsgerät von Garmin zapft Motordaten an und errechnet so unter anderem den Spritverbrauch. zum Video

Auch ein 3D-Modus ist heute Standard. Der Vorteil: Er zeigt vorausliegende Objekte an, was die Übersicht verbessert. Außer der 3D-Straßenansicht bieten Hersteller vermehrt einen dreidimensionalen Städte- oder Geländemodus. Einen solchen haben das Becker Traffic Assist Z 103, Navigon 1400 DACH und Pearl NavGear GT-43-3D. Sehr nützlich ist ebenfalls eine TMC-Antenne (Traffic Message Channel). Sie berücksichtigt aktuelle Stauwarnungen. Eine TMC-Antenne ist bei den Navigationsgeräten von Becker, Falk, Medion, Navigon, Pearl und TomTom dabei.

Navigationsgeräte-Test: Diese Modelle bieten noch weitere nützliche Extras

Das Falk M8 2nd Edition kann etwa Videos und Musikdateien abspielen. Darüber hinaus umfasst es eine Bildbetrachtungsfunktion sowie ein Adressbuch und einen Währungsrechner. Hilfreich ist auch seine Text-to-Speech-Funktion, mit deren Hilfe die Straßennamen oder Fahrspurwechsel angesagt werden. Die Geräte von Becker, Garmin, Medion, MyGuide, Pearl und TomTom haben ebenfalls eine solche Funktion. Mio und Garmin setzen in ihren Navigationsgeräten auf die Fotonavigation als zusätzliche Orientierungshilfe.

Um diese Funktion zu nutzen, wird ein internetfähiger PC benötigt. Auf ihm installiert der Nutzer die mitgelieferte Navigations-Software, mit der er auf eine Bildbibliothek zugreifen kann. Die Fotos beinhalten GPS-Daten. Die gewünschten Bilddateien lassen sich per USB auf das Navigationsgerät übertragen. Via Fingertipp auf das jeweilige Foto wird die Routenplanung automatisch gestartet.

Allen neun Geräten fehlt leider eine Bluetooth-Schnittstelle. Mit dieser ließe sich das Navigationsgerät im Zusammenspiel mit einem Handy zu einer Freisprecheinrichtung ausbauen.

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Fazit

Auch Navigationsgeräte für unter 155 Euro bieten mittlerweile zahlreiche Funktionen. So enthalten sie in der Regel umfangreiches Kartenmaterial, 2D-/3D-Ansichten, Fahrspurassistenten und eine TMC-Empfangsantenne für die Stauumfahrung. Dank mitgelieferter Halterung lassen sich die Navigationsgeräte schnell einbauen und benutzen. Besonders nützlich sind Modelle, die über einen Fußgänger- oder Fahrradmodus verfügen , wie etwa der Testsieger TomTom One IQ Routes Edition. Das 136-Euro-Gerät überzeugt auch sonst: Routen werden sehr exakt und schnell berechnet. Wichtig: Die exakten Modellbezeichnung und die exakte Ausstattung können in Deutschland etwas abweichen, weil der Test in der Schweiz stattfand.

Unser Preis-Leistungs-Tipp ist das Navigon 1400 DACH. Das Navigationsgerät bietet für 94 Euro ebenfalls Funktionen wie einen Fahrspurassistenten oder 3D-Ansichten. Allerdings ist das Kartenmaterial stark beschränkt und umfasst lediglich die Länder der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz).

Testsieger Navigationsgeräte: TomTom One IQ Routes Edition

Gute Navigation für wenig Geld: Das TomTom One IQ Routes Edition bringt Sie stets sicher und pünktlich ans Ziel.

Beim Testsieger TomTom One IQ Routes Edition passt alles: Die Halterung für die Windschutzscheibe ist vorbildlich und die Bedienung intuitiv. Das gibt Sicherheit beim Fahren. Lobenswert sind der Fahrspurassistent sowie die Text-to-Speech-Funktion: Ausfahrten werden nicht nur genau angezeigt, sondern wie die Straßennamen und Hausnummern gesprochen. Sehr üppig fällt das Kartenmaterial aus, das rund 43 europäische Länder umfasst. Im Test gefiel außerdem die schnelle Bereitschaft des TomTom One IQ Routes Edition: Nur 43 Sekunden vergingen, bis das Navigationsgerät ein GPS-Signal fand und die komplette Strecke berechnet hatte. Der clevere Modus Eco Route zum Sparen von Benzin rundet das ausgezeichnete Bild dieses 136 Euro teuren Navigationsgeräts ab.

Preis/Leistungs-Sieger Navigationsgeräte: Navigon 1400 DACH

Wer mit dem DACH-Kartenmaterial auskommt, findet im Navigon 1400 DACH einen präzisen Lotsen mit vielen Funktionen.

Rund 94 Euro kostet das Navigon 1400 DACH. Warum das erstklassige Navigationsgerät so günstig ist, wird bei der Kartenausstattung klar. Der Hersteller reduziert das Material auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz). Wem das reicht, der erhält viele sinnvolle Funktionen: TMC-Antenne zur Stauumfahrung, Fahrspurassistent, 3D-Städteansicht sowie Fußgängernavigation. Auch die Erkennung des GPS-Signals und die nachfolgende Streckenberechnung verliefen im Test flott: 59 Sekunden brauchte das Navigationsgerät dafür. Schön: Der Lotse hielt im Test mit 3:31 Stunden am längsten ohne Stromzufuhr durch.

Das sollten Sie beim Navigationsgeräte-Kauf beachten

Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Suche und beim Kauf von Navigationsgeräten.

Kartenmaterial
Oft findet man identische Navigationsgeräte zu unterschiedlichen Preisen. Grund ist das Kartenmaterial. Die günstigen DACH-Modelle bieten lediglich Karten von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Teurer sind Navigationsgeräte, die West- und/oder Osteuropa abdecken. Überlegen Sie sich gut, welche Karten Sie brauchen. Ein nachträglicher Kauf ist immer teuer.

Ausstattung
Ein heutiges Navigationsgerät sollte über eine TMC-Antenne, 2D-/3DAnsichten sowie eine Routenberechnung nach Kriterien wie Entfernung (kürzeste Route) oder Zeit (schnellste Route) verfügen. Mit Extras wie einer Eco-Route-Funktion können Sie sich eine Strecke anzeigen lassen, die möglichst wenig Benzin verbraucht. Höherwertige Navigationsgeräte umfassen zudem Features wie Text-to-Speech (gesprochene Straßennamen), MP3-Player, Bildbetrachter, Taschenrechner etc.

Bedienung
Selbst in der Einstiegsklasse der Navigationsgeräte gehört ein Touchscreen zur Grundausstattung. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, das Wunschgerät beim Händler vor Ort zu testen. Sind die Symbole groß genug, ist das Menü transparent aufgebaut? Tipp: Fragen Sie Ihren Händler nach einem Vorführmodell, das Sie für eine Probefahrt in Ihrem Auto installieren können.

Bildschirmqualität
Kompakt gebaute Navigationsgeräte verfügen über ein Display im 4:3-Format. Daneben gibt es Breitbildgeräte mit 16:9-Monitor. Deren Vorteil ist das breitere Sichtfeld und die bessere Anordnung von Bedienelementen. So lassen sich zum Beispiel Ankunftszeit, Fahrthinweise, Beschilderungssymbole etc. einblenden, ohne dass die Anzeige an Übersicht verliert. Auch sehr wichtig: Ist der Bildschirm leuchtstark und spiegelfrei? Außerdem sollte das Navigationsgerät über Tag- und Nachtmodi verfügen.

Weitere Navigationsgeräte finden Sie auf unserer Navigationsgeräte Test-Seite


Quelle: PC-Welt

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "Navigationsgeräte-Test: Einsteiger Navigationsgeräte bis 155 Euro"

D.K. schrieb: am 23. Juli 2010 um 14:45:42
(0) (4) Navi
für was eine Navi? Entweder ist es ein Billiggerät und verschandelt mir das ganze Armaturenbrett (über die Qualität möchte ich hier
nichts aussagen) oder es ist ein komfortables integriertes, aber sauteures reguläres Zubehör des Autoherstellers. Ich habe eine sehr hübsche Ehefrau, die sehr gut Karten lesen kann und mich bisher IMMER richtig informiert hat. Das ist die 100% Lösung!!!!
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Peter schrieb: am 23. Juli 2010 um 13:39:22
(0) (0) Preiswerte Navigationsgeräte
Im Smart tut es auch der MobileNavigator von Navigon auf meinem BB wenn ich sehe es ist in der Stadt gerade
viel Verkehr lasse ich mir schnellere Routen zeigen, reicht für diesen Zweck vollkommen aus. Allerdings kann der kleine MobileNavigator auf keinen Fall mit meinem Festeingebautem in der E-Klasse konkurrieren, dies ist allerdings auch nicht von Navigon gewollt. Ich denke ein Navigationssystem sollte jeder an seinen Anforderungen anpassen.
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Alfons schrieb: am 23. Juli 2010 um 12:30:39
(1) (0) @Autofahrer
naja irgendwo müssen sich die Mehrausgaben auch bemerkbar machen, aber die preiswerten Geräte erfüllen ihren Zweck.

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