24.09.2010, 14:23 Uhr | Sascha Plischke
Atemberaubende Handy-Design-Studie Mozilla Seabird (Foto: Mozilla Labs)
Das Unternehmen Mozilla, das hinter dem beliebten Internet-Browser Firefox steckt, hat das Handy der Zukunft entworfen – zumindest am Reißbrett. In der Design-Studie "Seabird" zeigt ein Mitglied der Mozilla Community, wie die nächste Generation extrem smarter Mobiltelefone aussehen könnte. So stellt sich der Designer Billy May ein Smartphone mit Beamern vor, die den Desktop des Betriebssystems an die Wand projizieren können. Das Telefon soll drahtlos aufladbar sein, ein Bluetooth-Headset soll versteckt in einem Slot auf der Rückseite des Telefons auf seinen Einsatz warten. Die Studie wirkt futuristisch, doch die vorgesehene Technik ist bereits heute verfügbar. Wir zeigen Ihnen die Highlights des Super-Telefons in unserer Foto-Show.
Die Design-Studie basiert auf den Wünschen der Mozilla Community, die ein Jahr lang Ideen für das perfekte Internet-Handy gesammelt hat. Diese Einfälle hat Designer May dann in einen virtuellen Prototypen einfließen lassen – und der hat es in sich. Natürlich soll das Seabird über einen großen Touchscreen verfügen, eine acht Megapixel-Kamera dürfte ebenfalls bald zur Grundausstattung in der gehobenen Smartphone-Klasse gehören. Interessant ist jedoch die Idee des drahtlosen Aufladens. Über eine spezielle Auflagefläche soll das Handy Energie erhalten. Das ist keine Zukunftsmusik, solche Ladematten sind als Zubehör bereits erhältlich. Pfiffig ist auch das Konzept eines in die Rückseite versenkbaren Bluetooth-Dongles: Der soll sich einfach entnehmen und als drahtloses Headset für die Autofahrt oder als Fernbedienung verwenden lassen.
Der große Clou des Seabird sind jedoch seine beiden Pico-Projektoren. Je einer dieser winzigen Beamer soll in den Seiten des Mobiltelefons stecken. Auf ein entsprechendes Dock gelegt soll einer der leistungsfähigen Beamer ein glasklares Bild an die Wand werfen können – ideal für Präsentationen, das Ansehen von Filmen und alle anderen Anwendungen, die einen größeren Bildschirmplatz erfordern. In diesem Modus würde der andere Projektor eine Tastatur auf den Tisch projizieren. Solche Projektionstastaturen gibt es bereits, sie erkennen die Eingaben über die Wärme der Finger des Anwenders. Nach dem selben Prinzip könnte das Seabird eine große QWERTZ-Tastatur auf den Tisch projizieren. Links und rechts vom Telefon hätte der Anwender dann eine vollständige Tastatur zur Verfügung, etwa für das schnelle und angenehme Tippen von längeren E-Mails.
Bauen will Browser-Hersteller Mozilla das Telefon natürlich nicht. Die Studie soll jedoch den Handy-Herstellern als Denkanstoß dienen. Ein Telefon wie das Seabird wäre vor allem dank der eingebauten Projektoren fast schon eine Konkurrenz für herkömmliche Computer. Mit der Projektionstastatur und dem an die Wand geworfenen Bildschirm könnten Anwender mit ihm ähnlich arbeiten wie mit einem Desktop-Computer – die ideale Einsatzumgebung für den Mozilla-Browser Firefox, der bisher in der mobilen Surf-Welt noch nicht wirklich Verbreitung gefunden hat. Die Studie ist also auch ein Hinweis darauf, wie Mozilla eines Tages im Bereich der mobilen Browser aufholen möchte.
Sascha Plischke
Mozi schrieb:
am 3. Oktober 2010 um 21:38:21
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Handy
Ganz ehrlich das Handy sieht dermaßen potthässlich aus... Die Funktionen sind okay, wobei ich niemals platz hätte diese tastaturen
und bilder auf wand oder boden zu proezieren....
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