11.08.2010, 16:41 Uhr | t-online.de
Mit dem Droid 2 will Motorola seine Smartphone-Erfolgsgeschichte fortsetzen. (Foto: Motorola)
Motorola hat in den USA sein neuestes Smartphone namens Droid 2 vorgestellt. Dessen Vorgänger Droid wurde in Deutschland unter dem Namen "Milestone" bekannt und ist eines der erfolgreichsten Handys mit Googles Android-Betriebssystem. Mit über einer Million Geräten in 74 Tagen verkaufte sich das Smartphone sogar besser als das erste iPhone. Beim Nachfolger backt Motorola dagegen eher kleine Brötchen - hört dafür aber umso besser auf seine Kunden.
Den größten Unterschied zum Vorgänger macht die ausziehbare QWERTZ-Tastatur. Da beim Droid 2 auf spezielle Navigationstasten verzichtet wird, bleibt mehr Platz für die einzelnen Buchstaben. Zwar lobten viele Tester den Druckpunkt und die Anordnung der Tastatur beim Milestone. Dafür kritisierten sie jedoch die geringen Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben. Beim Droid 2 dürfte dieses Manko nun nicht mehr auftreten: Die Tasten liegen nach wie vor direkt nebeneinander, doch verfügen sie nun über eine deutliche Wölbung und können klar ertastet werden.
Davon abgesehen hat sich äußerlich kaum etwas geändert. Das Gehäuse wurde einem leichten Facelifting unterzogen, das Display ist das gleiche wie beim Vorgänger. Dafür gibt Motorola im Inneren ordentlich Gas. Dort werkelt beim Droid 2 ein OMAP-Prozessor von Texas Instruments, der jetzt mit 1 Gigahertz fast doppelt so schnell taktet wie beim Milestone der ersten Generation. Ebenfalls verdoppelt wurde der Arbeitsspeicher, der jetzt mit 512 MB auch komplexeren Aufgaben gewachsen ist. Ordentlich aufgebohrt hat Motorola auch den Speicher: Hier bietet das Droid 2 stolze acht Gigabyte, die durch eine microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte aufgerüstet werden können.
Die restlichen Veränderungen verstecken sich eher im Detail. So steht beim Droid 2 auch die Swype-Texteingabe zur Verfügung. Diese Eingabehilfe soll eine ähnliche Schreibgeschwindigkeit wie bei herkömmlichen PC-Tastaturen ermöglichen. Wer dafür zu faul ist, kann künftig auch die Spracheingabe nutzen. Möglich macht das die Verwendung der neuesten Android-Version 2.2. Die macht das Droid 2 auch zum möglichen W-LAN-Hotspot und bringt Flash 10.1. auf das Smartphone. Einzige Enttäuschung: An der Kamera hat Motorola offenbar keine Veränderungen vorgenommen - hier hätte der US-Hersteller ruhig ein wenig mehr auf seine Kunden hören können. Diese hatten die Kamera oft als Schwachstelle des Handy bezeichnet.
Alles in allem ist das Droid 2 ein durchaus gelungener Nachfolger für das Droid bzw. das Milestone. Dank des schnelleren Prozessors und der verstärkten Arbeitsspeichers dürfte das Gerät mit den aktuellsten Smartphones mithalten können. Die verbesserte Tastatur wird wohl nicht nur Vieltipper begeistern. Beim Display und bei der Kamera hat die Konkurrenz jedoch mittlerweile mehr zu bieten - vor allem das HTC Desire und das Samsung Wave setzen hier die Maßstäbe. Beim Preis spielt das Droid 2 ebenfalls in der obersten Liga mit: In den USA, wo das Gerät noch in dieser Woche auf den Markt kommt, werden stolze 600 Dollar für das Handy fällig. Wann und zu welchem Preis der Milestone-Nachfolger hierzulande in die Läden kommt, steht derzeit noch nicht fest.
Quelle: t-online.de
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