15.02.2008, 11:28 Uhr | dpa / T-Online
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Mobile World Congress 2008 in Barcelona (Foto: dpa)Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo demonstriert persönlich, wie seine Handys künftig Fußgänger durch die Städte lotsen sollen. LG wirbt damit, wie einfach man auf den neuen Mobiltelefonen den Wecker stellen kann. Und Konkurrent HTC schwört darauf, sich bei künftigen Bedienungskonzepten an den intuitiven Bewegungen von Babys zu orientieren. Die Mobilfunk-Branche hat nach Jahren des technologischen Wettrüstens den Menschen entdeckt, der ihre Handys in der Hand hält - so lautet eine Bilanz des diesjährigen wichtigsten Branchentreffs Mobile World Congress in Barcelona.
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Das Handy des Jahres: Global Mobile Award in Barcelona verliehen
Fotoshow: Siegerhandy Sony Ericsson W910
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Mobile World Congress 2008 in Barcelona (Foto: dpa)Die Branche hat es bitter nötig. Dutzende Milliarden hat sie in den Aufbau der schnellen Mobilfunk-Netze investiert. Jedes Jahr hat sie aufs neue beschworen, jetzt gehe es endlich los mit dem mobilen Internet als Massenmarkt. Nur die Kunden nutzen ihre Handys nach wie vor fürs gewohnte Telefonieren, und das zu rapide sinkenden Minutenpreisen - und sie schicken fleißig SMS. Selbst in Europa machen Umsätze mit Datendiensten nur ein Fünftel der Gesamterlöse der Mobilfunker aus - und davon entfällt auch noch ein großer Teil auf SMS-Nachrichten.
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Handy-Ratgeber:
Handy-Aufladung:
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Dass die Begeisterung der Kunden für die neuen Dienste sich bisher in Grenzen hielt, hat mehrere Gründe. «Die Menschen wollen Einfachheit», sagte Nokia-Chef Kallasvuo in Barcelona und sprach damit ein Problem an, dass auch andere in der Branche sehen. Bei ihm habe sich noch nie jemand beschwert, dass sein Telefon zu wenige Funktionen habe, sagte der Marketingchef und Entwicklungsguru des taiwanesischen Konkurrenten HTC, John Wang. «Aber oft, dass man nicht weiß, wie man es bedienen soll.»
Mobile World Congress 2008 in Barcelona (Foto: dpa)So abgedroschen es klingt: Das iPhone von Apple ist Symbol und Katalysator für den Wandel der Industrie, obwohl von ihm gerade einmal vier Millionen Geräte verkauft wurden - ein winziger Teil der 2007 abgesetzten 1,14 Milliarden Handys. Die Steuerung über den berührungsempfindlichen Bildschirm ist zum Vorbild für Bedienungsfreundlichkeit geworden. Und die Daten-Flatrate, die zum iPhone-Vertrag gehört, verleitet dazu, tatsächlich das Internet unterwegs zu nutzen. Das iPhone zeige den Kunden, «dass das mobile Internet Realität ist», sagte T-Mobile-Chef Hamid Akhavan in Barcelona.
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Mobile World Congress 2008 in Barcelona (Foto: dpa)In den kommenden Monaten werden immer mehr Hersteller in die Fußstapfen von Apple treten, wie auf dem Mobile World Congress zu erkennen war. Und ein neuer mächtiger Spieler kommt noch hinzu: Bis Ende des Jahres werden erste Telefone mit dem von Google angestoßenen Betriebssystem Android erwartet. Sie sollen besonders auf Internet- Dienste ausgerichtet sein. In Barcelona waren erste Prototypen zu sehen. Ein zentrales Mitglied der Android-Allianz ist der Handy- Hersteller HTC, dessen Modell Touch sich ähnlich innovativ wie das iPhone bedienen lässt.
dpa / T-Online
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