Smartphone mit Ansteck-Projektor: Das LG Expo. (Foto: LG)Ganz großes Kino zelebriert LG Electronics auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Mit dem Smartphone Expo haben die Koreaner dort ihr erstes Handy mit Projektor vorgestellt. Zugegeben: Die 40 Zoll Bilddiagonale (entspricht etwa 100 cm) dürfte eingefleischte Cineasten kaum zufriedenstellen. Das hindert den Hersteller freilich nicht daran, dass Handy zusammen mit dem jüngst angelaufenen Kino-Blockbuster Avatar zu vermarkten.
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Der Projektor muss extra dazu gekauft werden. (Foto: LG)
Ansteck-Projektor und Fingerabdruck-Scanner
Ob dieser Werbegag ankommt, muss sich freilich noch zeigen. Auf dem Papier jedenfalls sieht das LG Expo bereits sehr vielversprechend aus. Denn neben besagtem Pico-Projektor - der übrigens als separates Teil zugekauft werden muss - hat das Handy noch weitere Schmankerl zu bieten. Dazu gehört zum Beispiel auch ein Fingerabdruck-Scanner, der verhindern soll, dass Unbefugte das Handy nutzen. Musikliebhaber werden sich über die 3,5 Millimeter Klinkenbuchse für den Anschluss hochwertiger Kopfhörer freuen. Und wer den Ansteck-Projektor mal zu Hause gelassen hat, der dürfte sich über das brillante Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Bildpunkten und einer Farbtiefe von 24 Bit und 16,7 Millionen Farben freuen.
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Ohne Beamer ist das Smartphone um Einiges schlanker. (Foto: LG)
Schneller Prozessor
Positiv auf die Verkaufszahlen dürften sich auch die vielfältigen Übertragungsformate auswirken, die das LG Expo unterstützt. Dank Quadband-Technologie funkt das Handy in so gut wie allen Handy-Netzen weltweit. Der Datenturbo HSDPA und die W-LAN-Antenne sollten ein halbwegs ruckelfreies Surfvergnügen gewährleisten. Zu Letzerem leistet auch der 1Gh-Qualcomm-Prozessor seinen Beitrag. Ebenfalls auf der Haben-Seite verbucht das Expo eine 5-Megapixelkamera mit Autofokus und Fotolicht. Als Speicher dient eine microSD-Karte mit bis zu 16 GB.
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Das Display ist durchaus großzügig dimensioniert. (Foto: LG)
Leider nur mit Windows
Insgesamt ist LG mit dem Expo ein äußerst ansprechendes Handy gelungen. Unverständlich ist nur, warum der Hersteller beim Betriebssystem auf das äußerst unbeliebte Windows Mobile 6.5 setzt. Das bringt zwar den Vorteil mit sich, dass Office-Programme wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook bereits vorinstalliert sind. Dafür muss sich der Nutzer aber mit diversen Problemen des veralteten Microsoft-Betriebssystems auseinandersetzen. Ein Trostpflaster ist dafür der Preis: Mit umgerechnet 310 Euro inklusive Pico-Projektor liegt das Expo preislich etwa bei der Hälfte seiner größten Konkurrenten. Bislang ist das Handy nur in den USA auf dem Markt. Ob und wann es nach Europa kommt, steht derzeit noch in den Sternen.