Das T-Mobile G1 bei der Präsentation im letzten September. (Foto: Reuters)Lange wurde spekuliert, jetzt ist es endlich raus: T-Mobile hat offiziell bekannt gegeben, dass das G1 am 2. Februar in Deutschland in den Handel kommt. Das vom taiwanesischen Hersteller HTC gebaute Handy ist das erste, dass auf das Betriebssystem Android setzt. Da dieses Betriebssystem vom Suchmaschinengiganten Google stammt, wird das G1 oft auch als "Google-Handy" bezeichnet. Genau wie das iPhone 3G ist auch das G1 nur in Verbindung mit einem Vertrag bei T-Mobile erhältlich. In Verbindung mit dem Tarif Combi Flat M (59,95 Euro pro Monat) kostet das G1 beispielsweise nur einen Euro. Damit orientiert sich das Gerät auch preislich eng an seinem Konkurrenten aus dem Hause Apple. Doch die Gemeinsamkeiten dieser beiden Handys gehen noch weiter.
Navigations-Programm für das Android-Betriebssystem. (Foto: Google)
Software satt fürs "Google-Handy"
So wird es auch für das G1 einen speziellen Online-Shop geben, in dem man Software für das Handy kaufen kann. Das Pendant zum App-Store nennt sich Android Market. Dort sollen bereits jetzt 700 Programme verfügbar sein. Doch dabei wird es mit Sicherheit nicht bleiben. Denn Google hat sein Betriebssystem für die Öffentlichkeit freigegeben, sprich: Jeder kann sich auf www.openhandsetalliance.com das Developers Kit herunterladen und eigene Programme schreiben. Durch diesen geschickten Marketingtrick dürfte es Kürze eine ganze Menge an zusätzlicher Software für Android geben - eine Menge davon wohl kostenlos. Ein Beispiel für eine solche Software ist "ShopSavvy". Das Programm nutzt die Handy-Kamera, um Strichcodes von Waren einzuscannen. Anschließend liefert es Vorschläge, wo das eingescannte Produkt evtl. billiger zu haben ist - inklusive Lageplan des Anbieters.
Macht auch in schwarz eine gute Figur: Das T-Mobile G1. (Foto: Reuters)
iPhone-Konkurrent mit Vollausstattung
Auch bei der Ausstattung ist das G1 dem iPhone 3G mindestens ebenbürtig. Es unterstützt HSDPA und ermöglicht somit Downloads mit bis zu 7,2 MBit/s. Noch schneller surft man dank W-LAN in lokalen Drahtlosnetzwerken. Der großzügig dimensionierte Touchscreen beherrscht theoretisch sogar Multitouch, also die Bedienung mit mehreren Fingern gleichzeitig. Dieses Feature war bislang dem iPhone vorbehalten. Doch leider funktioniert die Technik beim G1 noch nicht wirklich - ein Firmware-Update könnte hier jedoch bald Abhilfe schaffen. Wer sich mit dem Touchscreen gar nicht anfreunden kann, der kann das G1 auch mit einem Trackball bedienen. Für schnelles Texten steht zudem eine vollständige QWERTZ-Tastatur zur Verfügung, die seitlich aus dem Handy herausgefahren werden kann. Ansonsten beherbergt das Gehäuse des G1 noch einen GPS-Empfänger nebst Kompass und eine 3,2-Megapixelkamera. Die komplette Ausstattung können Sie auch im Datenblatt nachlesen. # Datenblatt: Das T-Mobile G1 Fotoshow: Das T-Mobile G1
Das G1 verfügt zum schnellen Tippen auch über eine QWERTZ-Tastatur. (Foto: Reuters)
Kleiner Vorteil gegenüber Apple
Natürlich ist das G1 auch besonders für die Nutzung von Google-Produkten zugeschnitten. So werden etwa E-Mails, die über den Service Google Mail hereinkommen, automatisch und direkt auf das Gerät übertragen. Der hauseigene Instant Messaging Service Google Talk™ steht kostenlos zur Verfügung. Kontakte und Kalendereinträge lassen sich automatisch synchronisieren. In einer Hinsicht könnte das G1 seinem Konkurrenten aus dem Hause Apple sogar ein Schnippchen schlagen: So hat Adobe kürzlich auf einer Entwicklerkonferenz demonstriert, dass die neueste Flash-Version problemlos mit Android zusammen funktioniert. Die mangelnde Flash-Fähigkeit ist einer der größten Kritikpunkte am iPhone 3G und könnte sogar den einen oder anderen Hardcore-Fan weich werden lassen.