04.06.2009, 15:38 Uhr
Der mobile Browser Opera Mini (Fotos: Opera, imago / Montage: t-online.de)Die mobilen Opera-Browser haben den Apple-Browser Safari vom ersten Platz bei den beliebtesten mobilen Web-Browsern von Platz 1 verdrängt. Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Statcounter kamen Opera Mini und Opera Mobile im Mai zusammen auf 24 Prozent, Safari folgt knapp dahinter mit 22 Prozent. Den dritten Platz nehmen die hauseigenen Browser des Handy-Marktführers Nokia ein. Dass Opera vor Safari liegt, ist eigentlich nicht erstaunlich. Erstaunlich ist vielmehr, dass der Safari-Browser vorher in Führung lag. Während der Opera Mini nämlich auf nahezu jedem Handy verwendet werden kann, läuft der Safari-Browser bislang nur auf dem iPhone und dem iPod Touch. Die Zahlen zeigen also in erster Linie die nach wie vor starke Stellung der Apple-Geräte im mobilen Internet. Was aber sind die Vorteile des Spitzenreiters von Opera? Wir haben den Browser getestet.
Opera hat zwei mobile Browser auf dem Markt: den Opera Mini und den Opera Mobile. Letzterer ist für Pocket PCs und bestimmte Smartphones mit Windows Mobile entwickelt worden und ist entweder auf dem jeweiligen Gerät beim Kauf schon installiert oder kostenpflichtig über das Internet zu erwerben. Der Opera Mini hingegen ist genau wie sein großer Bruder, der Web-Browser Opera, kostenlos und auf jedem WAP-fähigen Handy mit JAVA einsetzbar.
Die Installation des Opera Mini ist einfach und in wenigen Minuten vollzogen. Man surft entweder direkt mit dem Handy die mobile Opera-Seite an und lädt ihn herunter oder man surft mit dem PC auf ein Download-Portal, gibt seine Handynummer ein und lässt sich eine SMS mit dem Link zum Download schicken. Der Download-Manager der Seite erkennt automatisch, mit welchem Handymodell man den Browser herunterladen will und tätigt so die nötigen Konfigurationen im Hintergrund. Der Download dauert wenige Sekunden und auch die Installation ist schnell beendet.
Jetzt downloaden: Opera Mini
Überhaupt fällt auf, dass der Opera Mini im Vergleich zu anderen Browsern sehr schnell ist - zumindest, was den Seitenaufbau betrifft. Die Verbindung zur Seite braucht im Verhältnis dazu ein Weilchen länger. Auch schafft es der Browser nicht immer, große Bilder in komfortabler Geschwindigkeit herunterzurechnen. Wer keinen Wert auf Bilder legt und mit einem älteren Handy im mobilen Netz unterwegs ist, kann die Bilderanzeige im Browser-Menü deaktivieren.
Ein großer Vorteil des Opera Mini gegenüber dem voreingestellten Browser von Nokia ist auf den ersten Blick sichtbar: Klickt man sich durch eine Seite, ist jeweils sehr klar zu sehen, welchem Link man mit einem Klicken nun folgen würde. Während bei Nokia nur die übliche farbliche Hervorhebung des Link-Textes zu sehen ist, rahmt der Opera Mini den Link blau ein und ändert die Hintergrundfarbe. Das ist gerade bei kleinteiligen Seiten mit mehreren Links unter- und nebeneinander eine entscheidende optische Hilfe.
Ein weiteres Plus sind die Tastenkürzel, die das Navigieren mit dem Browser erheblich erleichtern: So gerät man beispielsweise mit #4 auf die Startseite, fügt mit #7 die aktuelle Seite als Lesezeichen hinzu und lädt mit #0 die Seite neu. Blättert man langsam durch das Menü, wird das Tastenkürzel für den jeweiligen Menüpunkt in der unteren Leiste angezeigt. So kann man sich die Kürzel nach und nach und je nach Bedarf einprägen.
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