15.03.2010, 11:25 Uhr | t-online, ssp
Codecheck erfasst beim Einkauf den aufgedruckten Strichcode und liefert hilfreiche Produktinformationen (Foto: Codecheck)
Mit der neuenSoftwareCodecheck werden Handys und Smartphones wie iPhone oder Android-Handys zum Strichcode-Scanner und Warentester. Das verspricht das Verbraucherschutzportal Codecheck. Die Betreiber wollen Supermarktkunden mehr Orientierung in der ständig wechselnden Produktlandschaft im Warenregal geben. Über den Strichcode soll der Verbraucher mit seinem Telefon Zugriff auf Produkt-, Inhalts- und Herstellerinformationen zu mehr als 56.000 Waren haben und so die besten Produkte für sich auswählen können. Eine gute Idee, die allerdings in der Praxis noch Schwächen hat.
Preise und Produkt-Details vergleichen ist heute beim Online-Shopping normal. Genauso wie Erfahrungsberichte anderer Käufer zu studieren. Doch beim Einkauf im Supermarkt ist das kaum möglich. Codecheck will solche Möglichkeiten jetzt auch beim täglichen Lebensmittelkauf einführen. Benötigt wird nur ein internetfähiges Handy. Auf der WAP-Seite codecheck.mobi können interessierte Konsumenten durch das Eingeben der EAN-Nummer (steht meist direkt neben dem Strichcode) zahlreiche Produkt-Informationen abrufen. Ganz gleich, ob Angaben zu Nährwert, Inhaltsstoffen, Produzenten, Gütesiegeln, Testberichte oder alternative Produkte – der Anbieter will eine möglichst umfassende Datenbasis für alle Lebensmittel und Kosmetika schaffen.
Einfacher und bequemer als über das WAP-Portal codechecker.mobi sollen Produktinformationen über die spezielle App für iPhone und Android-Handys (auch als Google-Handys bekannt) verfügbar sein. Das Programm nutzt die integrierte Kamera, um den Strichcode zu scannen. In der Praxis zeigt das Verfahren jedoch Schwächen: Nur bei ausreichend heller Beleuchtung und einer sehr ruhigen Hand klappte das Scannen problemlos.
In einem herkömmlichen Supermarkt dürften die meisten Nutzer daher den Code meist von Hand eingeben – wenn sie nicht vorher entnervt aufgeben. Hier sollte Codecheck dringend nachbessern. Angesichts solcher Schwächen müssen sich Einzelhandels-Verkäufer derzeit wohl noch keine Sorgen machen. Davon abgesehen - spätestens bei der Frage: "Wo ist denn bitte die Milch?", kapituliert derzeit noch jedes Handy.
Um sein hochgestecktes Ziel als Waren-Tester und -Vergleicher zu erreichen setzt der gemeinnützige Verein vor allem auf eine große Community. Ähnlich wie bei Wikipedia hat jeder Nutzer die Möglichkeit, selbst Produkte zu bewerten oder Inhaltsstoffe einzutragen. Zusätzlich kann der Verein auf Testberichte der renommierten Umweltstiftung WWF (World Wildlife Fund), der Zeitschrift Ökotest oder der Verbraucher Initiative zurückgreifen. Bislang umfasst die Datenbank 56.000 Artikel aus dem Bereichen Lebensmittel und Kosmetika.
Was auf den ersten Blick beeindruckend wirkt, erweist sich in der Praxis jedoch als unzureichend: In einer Stichprobe, bestehend aus einem Mineralwasser, einem Energiedrink, Kondensmilch und einem Orangensaft, hat die Redaktion des Handy-Portals herausgefunden, dass sich nur das gesuchte Mineralwasser in der Datenbank befand. Dieses wurde allerdings nicht korrekt identifiziert (falsche Quelle). Die meisten Informationen, die Codecheck zur Verfügung stellte, betrafen Mineralwasser allgemein, zu dem speziellen Produkt gab es nur einen einzigen Nutzer-Kommentar.
Die Codecheck-App für das iPhone ist bereits erhältlich, eine Android-Version soll ab dem 22. März erhältlich sein, beide Programme sind Freeware.
Quelle: t-online.de
SET schrieb:
am 17. März 2010 um 12:40:06
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(0)
Einkaufen
Wer bitte stellt sich denn im Supermarkt hin und vergleich Produkte mit dem Handy?
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Irene schrieb:
am 17. März 2010 um 00:06:18
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Codecheck
Mir gefällt die App recht gut, die Codecheck-Bewertungen sind im Gegensatz zu reinen Preisvergleich-Apps auch weiterführend. Klar
sind mit 56'000 Produkten längst nicht alle erfasst, ich konnte aber schon gute Ergebnisse erzielen. Wäre schön wenn die Datenbank rasch ausgebaut wird.
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Andi schrieb:
am 16. März 2010 um 18:31:00
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lohnt sich
Der Barcodescanner aus dem Android Market hat keine Probleme beim Scannen. Selbst Codes auf dem Screen liest er einwandfrei. Nur
ein Klick weiter ist man schon beim Preisvergleich. Ich habe aber schon davon gehört, dass Kunden des Mediamarkts verwiesen wurden, wenn sie die Preise in dieser Art vergleichen.
Zumnidest bei hochpreisigen Artikeln lohnt sich der Vergleich, will man nicht auf "Schnäppchen" hereinfallen.
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