09.09.2011, 17:07 Uhr | Andreas Lerg/t-online.de
Das Facebook-Profil des 19-jährigen Nick Allegra, der in der Szene als "Comex" bekannt ist. (Screenshot: t-online.de)
Er liest den Quellcode von Betriebssystemen wie andere ein Buch und ist Apple deshalb ein Dorn im Auge. Der 19-jährige Nicholas Allegra düpiert regelmäßig den Computer-Riesen und versetzt damit die Fachwelt ins Staunen.
Apple-Nutzer wissen: Es ist nicht möglich, auf einem iPhone oder iPad Software zu installieren, die nicht zuvor von Apple freigegeben und im firmeneigenen AppStore heruntergeladen wurde. Was in der Windows- und Android-Welt eine Selbstverständlichkeit ist, unterbindet Apple auf seinen mobilen Systemen rigoros mit technischen Mitteln. Auf diese Weise sichert sich Apple die volle Kontrolle über das Software-Geschäft.
Doch einem 19-jährigen Amerikaner gelingt es immer wieder, diese Software-Sperre zu überwinden. Nicholas Allegra, der sich in der Hacker-Szene auch Comex nennt, findet nach jedem Software-Update von iOS ein neues Schlupfloch – und hebelt so seit Jahren die Blockade von Apple aus. Das US-Magazin Forbes hat den Teenager, der noch bei seinen Eltern lebt, kürzlich öffentlich bekannt gemacht.
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Besonders verblüffend: Nicholas nötigt den Nutzern seiner Lösung keinerlei Vorkenntnisse ab, es genügt, eine bestimmte Webseite aufzurufen. Der Rest geschieht automatisch. Reagiert Apple mit einem Update, legt auch Allegra nach. Wie er das immer wieder schaffe? Er könne eben im Programmcode Fehler aufspüren, so, wie andere Menschen Rechtschreibfehler in einem Text finden. "Das fühlt sich an, als wenn ich einen Englisch-Aufsatz lese. Du gehst den Text durch und suchst nach Fehlern", erklärte Allegra gegenüber Forbes.
So staunt denn die Fachwelt über die Fähigkeiten von Comex. Seine Lösung sei so hochentwickelt wie der Computer-Wurm Stuxnet, mit dem im vergangenen Jahr iranische Nuklearanlagen infiziert wurden, zitiert Forbes den Computer-Experten Dino Dai Zovi. Der Kenner der Apple-Szene kommt regelrecht ins Schwärmen: "Er ist diesen Hackern mindestens fünf Jahre voraus". Auch Charlie Miller, Experte für Netzwerksicherheit bei der US-Sicherheitsbehörde NSA zollt dem Teenager Respekt: "Ich hätte nicht geglaubt, dass dies auf Jahre hinaus irgendjemand schaffen kann, was ihm gelungen ist." Das habe ihn "total umgehauen", so Miller.
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Allegra selbst sieht sich indes nicht als Hacker, sondern als Apple-Fan, der lediglich das technisch Mögliche konsequent ausreizt. Allegra scheint ein Naturtalent zu sein, denn seine Fähigkeiten hat er sich selbst angeeignet. Seit seinem neunten Lebensjahr beschäftigt sich der Teenager mit Programmiersprachen. Wo gleichaltrige Kinder mit ihrem Computer nur Spiele zockten, lernte er Programmiersprachen wie Visual Basic und entwickelte eigene Programme
Apple war bislang über seine Aktivitäten nicht begeistert. So kann die von ihm entwickelte Internetseite in keinem Apple-Ladengeschäft aufgerufen werden. Auch von Apple autorisierte Händler müssen die Seite auf Weisung aus Cupertino sperren. Die US-Justiz ist sich bislang uneinig, ob diese sogenannten "Jailbreaks" legal sind. Drei Gerichte stehen auf Allegras Seite, einmal urteilte die Justiz im Sinne von Apple. Für Apple dürfte der Spuk dennoch vorerst vorbei sein, denn der Konzern hat eine elegante Lösung für das "Problem Comex" gefunden. Das Ausnahme-Talent beginnt in diesen Tagen bei Apple ein Praktikum.
Andreas Lerg/t-online.de
Kraftwerk schrieb:
am 3. November 2011 um 07:57:14
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Comex
Auch Apple muss sich an die Relativitätstheorie sowie an das Planksche Wirkungsquantum und vor allen Dingen an das DRITTE Newtonsche
Gesetz halten. deshalb sollte Comex beim Fraunhofer Institut anfangen.
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lillebru schrieb:
am 4. Oktober 2011 um 10:00:52
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iphone
Ich hab keine Ahnung ob es wem aufgefallen ist... aber die Komentare, die für das iphone sprechen, erhalten mehr negativ-bewertungen
als die, die dagegen sprechen. Find ich cool. Zeigt doch, das iphone-hasser entweder neidisch sind oder nicht zugeben wollen, das sie selber gern eines hätten. Wie auch immer... ich würde mir jederzeit wieder eines kaufen... oder einen sprechenden Ziegelstein aus Taiwan.
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Luisa schrieb:
am 21. September 2011 um 21:04:47
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nicht leisten!
Jaja, ich konnte mir den einen Euro fürs Iphone nicht leisten, ich beneide jeden der es geschaft hat den einen Euro für das
subventionierte Chinaphone aufzubringen um sich dieses Wunderwerk der Technik zu leisten und nun monatlich brav seine Abgabe an Apple abstottert!
Die armen HTC, Samsung und Co Smartphone-Nutzer die müssen jetzt immer traurig aus Ihrem Porsche gucken und beobachten, wie die Iphone-Nutzer munter im Bus sitzen und SMS schreiben, schlimm!
Iphone eine exklusive Sache!
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