27.05.2011, 09:04 Uhr | Andreas Lerg
Nach dem Willen von Google wird das Smartphone zum Portemonnaie. (Foto: Google)
Mit Google Wallet will der Suchmaschinenriese die Geldbörse in der Hosen- oder Handtasche durch ein digitales Portemonnaie ersetzen. Kunden sollen an der Kasse mit dem Smartphone bezahlen und auch direkt Schnäppchenpreise und Rabattaktionen nutzen können. Google Wallet startet zunächst in einer Testphase in zwei Städten in den USA. Konkurrent PayPal klagte umgehend gegen das neue Angebot.
Geht es nach dem Willen von Google, bezahlen Kunden bald nur noch mit dem Handy. An der Kasse wird das Smartphone einfach an ein spezielles Terminal gehalten und der zu zahlende Betrag wird abgebucht. Google stellte den neuen Bezahldienst Google Wallet am Donnerstag in New York vor. Eine erste Testphase von Google Wallet startet in New York und San Francisco, weitere Städte in den USA sollen bereits im Sommer folgen. Bald sollen Kunden dann in über 311.000 Geschäften weltweit mit Google Wallet bezahlen können.
Technisch kommt dabei die Near Field Communication (NFC) zum Einsatz. NFC ist eine Funktechnik, die nur über sehr kurze Distanzen funktioniert und Daten austauscht. Dazu Tilenius: "Es ist viel sicherer als Ihre Kreditkarte, die Sie in der Tasche haben." Passwörter und die Verschlüsselung der Daten sollen verhindern, dass Unbefugte mit dem Handy zahlen. Bis zum Jahr 2014 sollen die Hälfte aller Smartphones mit NFC ausgestattet sein.
Bezahlt der Kunde mit diesem digitalen Portemonnaie, werden ihm auch direkt eventuelle Nachlässe und Sonderpreise gewährt, die Händler zum Zeitpunkt des Einkaufs einräumen. Zudem sollen auch Rabatt-Sammelsysteme eingebunden werden, sodass Käufer beim Bezahlen Punkte sammeln können. Google will in Zukunft dieses System ausbauen und beispielsweise auch Flug- oder Theatertickets abwickeln.
Zu Beginn kommt allerdings nur eine kleine Zahl von Nutzern in den Genuss von Google Wallet. Derzeit funktioniert der Dienst lediglich mit Googles eigenem Smartphone Nexus S. Außerdem müssen die Kunden momentan eine Mastercard-Kreditkarte haben und zudem Nutzer des drittgrößten US-Mobilfunkanbieters Sprint sein. Auf Verkäuferseite nehmen bislang die US-Kaufhauskette Macy's, die amerikanischen Fastfood-Läden von Subway und die Wallgreens-Drogeriemärkte an dem System teil.
Direkt nachdem Google seinen Handybezahldienst der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, verklagte die eBay-Tochter PayPal seinen Konkurrenten. PayPal arbeitet ebenfalls an einem mobilen Bezahldienst und warf Google vor, die Idee gestohlen zu haben. Konkret klagt PayPal gegen zwei ehemalige Mitarbeiter, die mittlerweile zentrale Rollen bei Google Wallet spielen. So soll Osama Bedier, der die Technologie an Handelsunternehmen vermarktet, Geheimnisverrat begangen haben. Managerin Stephanie Tilenius soll geholfen haben, Bedier abzuwerben, obwohl ihr das vertraglich untersagt gewesen sei.
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Andreas Lerg
datendieb schrieb:
am 7. Juli 2011 um 22:01:50
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Wallet
Zentrale Datenhaltung im Händy - im Prinzip kommt einem dabei die gesamte Persönlichkeit abhanden und im dümmsten Falle in andere
Hände, wenn einmal das Händy wech ist. Aber der Rufer in der Wüste wird leider nicht gehört. Da muß erst richtig wieder was passieren mit dem Datendiebstahl - vielleicht lernt jemand dann daraus. Technik-Euphorie ohne Sinn und Verstand.
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M schrieb:
am 30. Mai 2011 um 14:22:18
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naja
eigentlich sollte die EC Karte dies ebenfalls ermöglichen, scheiterte aber an diversen gründen. Jetzt, wo handys ja super in sind als
"Smartphones" wird dies erneut versucht, nur mit Handy statt Karte. ahrscheinlich wird es so auch erfolgreich sein. Kritische Fragen sidn wie immer (Daten)Sicherheit.
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cactus2010 schrieb:
am 30. Mai 2011 um 11:24:50
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digi geldbeutel
und noch eine schuldenfalle. es bezahlt sich viel leichter bargeldlos.
konto überzogen??? was solls !!!!!!!! wir habe ja unser handy.......;-)
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