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Neues Google Maps lässt Navi-Hersteller zittern

Erschienen am 29. Oktober 2009
Paukenschlag für die Navi-Branche: Google Maps Navigation. (Foto: Google)
Paukenschlag für die Navi-Branche: Google Maps Navigation. (Foto: Google) Vergrößern
Google setzt mit seiner neuen kostenlosen Navi-Software für das eigene Handy-Betriebssystem führende Anbieter von mobiler Navigationssoftware gehörig unter Druck. Google Maps Navigation ist eine vollwertige Navigationslösung für Handys mit Googles neuem Betriebssystem Android 2.0 und lässt sich auch per Sprachbefehl steuern. Und anders als die rund 50 bis 100 Euro teuren mobilen Lösungen der führenden Anbieter wie Garmin oder TomTom ist sie kostenlos. Anders als herkömmliche GPS-Navis läuft Googles neue Software allerdings über das Internet und greift auf zahlreiche Internet-Dienste des Unternehmens wie Google Maps oder die hierzulande recht umstrittene Funktion StreetView zu, mit der sich der Nutzer Ansichten von Straßenzügen anzeigen lassen kann.

Fotoshow: Die Navi-Revolution - das neue Google Maps Navigation


Google will Marktmacht ausbauen

Vorerst ist Google Maps Navigation allerdings nur in einer Beta-Version und nur in den USA verfügbar. Auch gibt es bislang nur ein Handy mit Android 2.0-Betriebssystem auf dem Markt, das neue Motorola Droid. Mit der neuen Software dringe Google aber nicht nur in den Markt der Navis vor, sondern stärke vor allem auch seine Position auf dem Handymarkt, unter anderem gegen den großen Konkurrenten Apple und dessen iPhone, schätzen Branchenbeobachter. Nicht ganz ohne Grund, denn Google Maps Navigation verspricht einige spektakuläre Neuerungen.


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Aktienkurse von TomTom und Garmin im freien Fall. (Foto: T-Online)
Aktienkurse von TomTom und Garmin im freien Fall. (Foto: T-Online) Vergrößern

Klappt die Spracheingabe?

So soll die Software die erste Navigationslösung darstellen, die von Beginn der Entwicklung an auf eine Nutzung in Kombination mit dem mobilen Internet optimiert wurde. Durch die Kombination mit der Google-Suche soll man so beispielsweise künftig auf das umständliche Eintippen einer genauen Adresse verzichten können. Eine einfache Suchanfrage soll reichen. Wer des Englischen mächtig ist, kann sogar ganz auf das Tippen verzichten: Eine Spracherkennungssoftware erkennt das Ziel auch nach mündlicher Eingabe. Ob diese Lösung hält, was sie verspricht, muss sich freilich noch zeigen. Schließlich ist Google nicht der erste Softwareanbieter, der sich an einer Sprachsteuerung versucht. Andersrum sollte das freilich weniger problematisch sein: Wie bei allen Navigationsgeräten üblich verfügt auch Google Maps Navigation über die Möglichkeit, sich die Route per Sprachausgabe weisen zu lassen.


Auch "Street View" soll in der Navigationslösung integriert sein. (Foto: Google)
Auch "Street View" soll in der Navigationslösung integriert sein. (Foto: Google) Vergrößern

Anzeige der Verkehrsdichte

Ebenfalls aus herkömmlichen Navigationsgeräten bekannt sind die verschiedenen Ansichten der Strecke. So ist es bei Google Maps Navigation möglich, zwischen einer Satelliten-Ansicht und einer 3D-Ansicht zu wechseln. Neu ist hingegen die Möglichkeit, sich die Route in der "Google Street View" anzeigen zu lassen. Das kann vor allem bei einer komplizierten Verkehrsführung eine spürbare Erleichterung bringen. Ein weiteres nützliches Feature ist der so genannte "Traffic View". Der zeigt durch farbliche Kodierung an, wie stark eine Route befahren ist. Allerdings gibt Google derzeit noch nicht an, auf welchen Daten die Einschätzung der Verkehrsdichte beruht. Mit der Aktualität und Zuverlässigkeit dieser Daten steht und fällt natürlich auch die Nützlichkeit dieser Funktion.


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Dank Google-Suche findet man spielerisch Geschäfte entlang der Route. (Foto: Google)
Dank Google-Suche findet man spielerisch Geschäfte entlang der Route. (Foto: Google) Vergrößern

Spezieller Auto-Modus fürs Handy

Einen echten Mehrwert dürfte dagegen die Möglichkeit darstellen, nach bestimmten Objekten entlang der Route zu suchen. Auch diese Funktion ist zwar in bisherigen Navigationssystemen enthalten. Doch der Rückgriff auf die Suchergebnisse von Google dürfte hier wesentlich umfangreichere und aktuellere Ergebnisse zu Tage fördern. Zuletzt soll Google Maps Navigation auch einen speziellen "Car dock mode" erhalten. Wenn ein Handy an eine Docking-Station im Auto angeschlossen wird, sorgt der dafür, dass dem Fahrer alle relevanten Funktionen weiterhin zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt durch diese Funktion könnte das Handys damit tatsächlich zur echten Konkurrenz für herkömmliche "Navis" werden.

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Zunächst nur in den USA

Ob das tatsächlich so ist, kann ab dem 05.11. ermittelt werden. Dann kommen in den USA mit den Droid-Handys die ersten Mobiltelefone mit Android 2.0 auf den Markt. In der neuesten Version des Handy-Betriebssystems wird Google Maps Navigation integriert sein. Wann die ersten Geräte mit Android 2.0 nach Deutschland kommen oder ob das Programm auch auf älteren Versionen laufen wird, steht zur Zeit noch nicht fest. Derzeit machen auch Gerüchte über eine Anbindung auf iPhones die Runde. Auch hierzulande sollten sich die Hersteller von Navigationsgeräten also schon mal warm anziehen. Allein die Aktie des niederländischen Navi-Herstellers TomTom sackte trotz des sich erholenden Geschäfts am Mittwoch nach der Ankündigung um 21 Prozent auf 8,11 Euro ab.


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Quelle: t-online.de, AFP
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2) Der Tarif Xtra Click wird im 60/60-Sek.-Takt abgerechnet, d.h. jede angefangene Minute wird stets voll abgerechnet. Inlandsgespräche und Inlands-SMS innerhalb des T-Mobile Deutschland-Netzes kosten 0,05 €/Min. bzw. 0,05 €/SMS (ausgenommen Service- und Sonderrufnummern). Inlands-gespräche und Inlands-SMS von T-Mobile ins deutsche Festnetz und zu anderen deutschen Mobilfunknetzen kosten 0,15 €/Min. bzw. 0,15 €/SMS (ausgenommen Service- und Sonderrufnummern).

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