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Das H'andy Sana 210 soll mit einem einfachen Fingerdruck EGKs aufzeichen. (Foto: H'andy)
Ein Smartphone als Doktor in der Hosentasche: Der Hersteller H'andy bringt ein Telefon sana 210 auf den Markt, mit dem herzkranke Menschen jederzeit ein eigenes Elektrokardiogramm (EKG) erstellen können. Zur Messung muss ein Anwender lediglich einen Finger auf das berührungsempfindliche Display des Handy legen. Die ermittelten Daten werden an medizinische Fachkräfte übertragen, die Rückmeldung darüber geben, ob alles in Ordnung ist oder unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden muss. Das Telefon ist nicht nur Lebensretter, sondern mit Kamera, MP3-Player und Kalenderfunktion ausgestattet - allerdings in technischer Hinsicht ein wenig schwach auf der Brust.
Ob durch Stress, ungesunde Ernährung oder Veranlagung verursacht: Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren im letzten Jahr für über 43 Prozent aller Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Dabei sind immer häufiger auch junge Menschen betroffen. Jetzt könnte ausgerechnet das als Stresstreiber verschriene Handy zum Lebensretter werden. Der Touchscreen des Handys ist in der Lage, die Spannungsveränderungen der menschlichen Haut zu erfassen und daraus ein EKG zu erstellen und die Daten an ein Telemedizinisches Zentrum weiterzuleiten. Das Fachpersonal könnte so zum Beispiel Herzinfarkte oder Herzrhythmusstörungen frühzeitig erkennen.
Neben jederzeit durchführbaren EKGs können auch Daten zum Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin in das Handy eingeben und an ein rund um die Uhr erreichbares Telemedizin-Center übermittelt werden. Dort werden die eingeschickten Daten zeitnah ausgewertet. Anschließend erhält der Nutzer eine Rückmeldung, ob alles in Ordnung ist oder ob er unverzüglich einen Arzt aufsuchen muss. Ist letzteres der Fall, so soll eine spezielle Datenbank bei der Suche nach der nächsten Behandlungsmöglichkeit helfen.
Von den medizinischen Funktionen abgesehen handelt es sich beim sana 210 um ein eher unterdurchschnittlich ausgestattetes Smartphone. So verzichtet das Gerät nicht nur auf UMTS-Unterstützung, es bietet nicht einmal den Datenturbo EDGE. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers soll sich das aber spätestens beim Nachfolgemodell ändern. Die 1,3-Megapixelkamera ist höchstens für Schnappschüsse gut. Als Betriebssystem kommt eine Eigenentwicklung zum Einsatz. Mit den neuesten Smartphones kann sich das Sana 210 also nicht messen. Gleichzeitig unterscheidet es sich erheblich von bisherigen Spezialhandys im Gesundheitsbereich, die vor allem für eine ältere Kundschaft gedacht sind. Einen 2,8-Zoll Touchscreen oder erweiterbaren Speicher (bis zu 16 GB) sucht man bei solchen Geräten bislang vergebens.
H'andy ist allerdings nicht der einzige Hersteller, der unter Herzrisikopatienten auf Kundenfang geht. Seit der Einführung des iPhone OS 3.0 kann auch das Apple-Handy per Bluetooth mit anderen Geräten kommunizieren. Bei der Präsentation des Handy-Betriebssystems nannte Apple Senior Vice President Scott Forstall ausdrücklich die Verbindung mit medizinischen Geräten als eine mögliche neue Anwendung. Bislang hält sich die Anzahl solcher Geräte jedoch noch in Grenzen. Gut für MMB Medical Marketing Berlin. Das deutsche Unternehmen besitzt die alleinigen Vertriebsrechte in Europa für das H'andy Sana 210 und will das EGK-Handy im August diesen Jahres auf den Markt bringen. Ein Preis für den Lebensretter im Hosentaschenformat ist derzeit noch nicht bekannt. Der Zeitgewinn, den man bei einem drohenden Herzinfarkt mit dem EKG-Handy erreichen kann, wäre jedoch sicherlich unbezahlbar.
H'andy sana 210 | |||
Allgemein | | Display | |
Abmessungen | | Akku | |
Quelle: t-online.de
Moritz schrieb:
am 3. März 2010 um 14:02:33
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EKG Handy
Etwas komisch finde ich es schon, dass ein Handy Leben retten kann und es ist zugleich totaler Unsinn, wenn man mich fragt. Für
eine Erklärung, wie das gehen soll, wäre ich sehr dankbar
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Imperator schrieb:
am 3. März 2010 um 13:30:01
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Mschrieb:
Sie haben den Sinn und Zweck ,dieses Gerätes nicht verstanden.Sollte ,eine EKG -Abweichung vorhanden sein,wird sofort eine
Verbindung,zu einem Arzt oder Rettungsdienst aufgebaut.!!!! MfG
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Marco Farina -MMB- schrieb:
am 3. März 2010 um 12:40:33
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Kommentar zu Retter
Hallo Retter,
den Aufriß in der Medizin, wie Sie ihn nennen, beschreibt wohl ein 12-Kanal EKG. Dieses Handy leistet ein
Ein-Kanal EKG. Das diese EKGs mehr sind als mal kurz den eigenen Puls zu fühlen sollten Sie kennen (Sie schreiben "wir") Ferner würde es wohl von den Krankenkassen keine GOÄ Nummer für ein Ein-Kanal geben.
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