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Augmented Reality: Google soll an Android-Datenbrille arbeiten

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Google arbeitet an Datenbrille

22.02.2012, 14:04 Uhr | Sascha Plischke

Google im Auge: Internet-Konzern plant Datenbrille. (Quelle: dpa)

Google im Auge: Internet-Konzern plant Datenbrille. (Quelle: dpa)

Google soll an einer Datenbrille arbeiten, die schon im Herbst 2012 auf den Markt kommen könnte. Das berichtet das Blog Bits der New York Times unter Berufung auf Mitarbeiter des Internet-Konzerns. Die Brille soll Ergebnis eines Projekts der unter Geheimhaltung arbeitenden Forschungsgruppe Google X sein. Die Brille soll im Sichtfeld der Nutzer Daten einblenden können – von Navigationshinweisen über Informationen über Sehenswürdigkeiten bis hin zu Preisvergleichen bei Einkaufstouren.

Richtungspfeile auf dem Boden zeigen an, wohin der Weg zum Ziel führt, neben einem Paar Schuhe im Regal schweben die Preise des Produkts in verschiedenen Online-Shops zum Vergleich in der Luft. Im Museum erscheinen Texte neben den Werken großer Meister, die die Geschichte des Bildes erklären und dabei helfen, es besser zu verstehen. Informationen sind allgegenwärtig und immer im Blick, das ist der Traum von "Augmented Reality", der "angereicherten Realität", wie der Begriff frei übersetzt auf Deutsch lautet. Seit Science-Fiction-Filmen wie Terminator träumen Technikfans von dieser Einblendung von Informationen im Blickfeld, bisher gab es das außerhalb der Fiktion nur in Kampfflugzeugen und seit wenigen Jahren im Cockpit von Luxuskarossen.

Datenbrille für den Preis eines Smartphones

Google macht jetzt wohl ernst damit, Augmented Reality für jeden verfügbar zu machen. Mitarbeiter des Konzerns jedenfalls verrieten der New York Times, dass noch dieses Jahr eine Datenbrille auf den Markt kommen solle, die die Einblendung von Informationen im Blickfeld des Nutzers erlaubt. Dafür soll die Brille eine kleine Kamera besitzen, mit der sie die Umgebung erkennt, sowie die eingebaute Rechenpower eines Smartphones der letzten Generation – inklusive GPS für die Ortung und UMTS für die ständige Datenverbindung. Die Brille soll in etwa so aussehen wie ein Multimedia-Modell des Sportbrillen-Herstellers Oakley. Sogar über den Preis gibt es schon Informationen, er soll in etwa dem eines aktuellen Smartphones entsprechen. Das ergibt eine Preisspanne von 250 bis 600 Euro.

Bedienung per Kopfnicken

Die Bedienung der Brille soll durch leichte Kopfbewegungen und gesprochene Kommandos möglich sein. Die nötigen Bewegungen seien dabei aber so unauffällig, dass sie Umstehende nicht bemerken würden, zitiert die New York Times die Google-Angestellten, die die Brille in Aktion gesehen haben wollen. Das Gerät sei auch nicht für das ständige Trage ausgelegt, dazu sei sie zu unbequem. Google stelle sich für die Brille eine Nutzung wie bei einem Smartphone vor – der Nutzer würde sie nur aufsetzen, wenn er sie gerade brauche.

Freunde per Augmented Reality aufspüren

Zu den ersten Google-Diensten, die mit der Brille verwendet werden sollen, soll Google Latitude gehören. Über den Dienst können Google-Nutzer Informationen über ihren Aufenthaltsort für Freunde sichtbar machen. Mit der Brille könnten die Freunde dann zum Beispiel einen Pfeil sehen, der den Weg zu ihrem Bekannten anzeigen könnte. Außerdem dürften Karten- und Navigationsfunktionen von Google über die Brille verfügbar sein. Mit dem Verkauf des Gerätes will Google zunächst kein neues Geschäft starten, heißt es. Der Markstart ermögliche lediglich die Fortsetzung der experimentellen Nutzung der Brille in größerem Maßstab.


Sascha Plischke  

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Kommentare (1)

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Thema: "Augmented Reality: Google soll an Android-Datenbrille arbeiten"

Siebziger schrieb: am 23. Februar 2012 um 00:08:04
(3) (0) Smartphonebrille
Fantastisch! Ich werde zu den ersten Nutzern gehören, wenn das Teil im Handel ist. In meiner Kindheit habe ich einmal einen
Aufsatz schreiben müssen zum Thema: "Wie ich mir die Welt im Jahre 2000 vorstelle". Gerade wegen meines fortgeschrittenen Alters bemühe ich mich aus Spaß an der Freude die neuesten Produkte der Kommunikationstechnik zu beherrschen.
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