12.04.2011, 16:55 Uhr | Damian Robota
3D auf dem iPad 2 - Head-Coupled Perspective macht es möglich (Bild: iihm.imag.fr)
3D ganz ohne Brille ohne zusätzliche Folie auf dem Display: Ein französischer Student hat mit seinem Professor ein Programm für das iPad 2 und das iPhone 4 entwickelt, das mithilfe eines cleveren Tricks einen 3D-Effekt auf dem Display erzeugt.
Die Software desStudenten Jeremie Francone und dessen Professors Laurence Nigay erfasst über die Frontkamera des iPad 2 oder iPhone 4 die Kopfposition des Nutzers. Aus dieser Position heraus berechnet das Programm eine 3D-Projektion und gibt anschließend das passende Bild aus. Die Bildschirminhalte bewegen sich dabei mit dem Kopf des Nutzers mit. Diese räumliche Darstellung trägt den Namen "Head-Coupled Perspective" (HCP). Die Entwickler haben auf Ihrer Webseite jeweils ein Demovideo der Software auf dem iPad 2 und auf dem iPhone 4 veröffentlicht.
Weder das iPad 2, noch das iPhone 4 besitzen ein stereografisches Display. Zur Darstellung des 3D-Effekts setzen die Forscher auf einen optischen Trick. Die interne Kamera im iPad 2 und iPhone 4 filmt die Kopfposition des Nutzers und verschiebt den Fluchtpunkt des angezeigten Bildes in die entgegengesetzte Richtung, sodass ein 3D-Effekt entsteht. Das Ergebnis ist ein dreidimensionaler Eindruck eines 2D-Bildes. Der 3D-Effekt wird also nicht räumlich vor dem Gerät, sondern über das Bild selbst erzeugt. Die Darstellung erinnert an Nintendos 3DS. Die Software könnte prinzipiell auf jedem mobilen Endgerät funktionieren, das über eine Frontkamera verfügt und mit ausreichend Rechenleistung ausgestattet ist.
Bei der Programmierung haben sich die Entwickler von dem Studenten Johnny Chung Lee inspirieren lassen, der die Head-Tracking-Idee bereits auf einem Nintendo Wii-System umgesetzt hat. Lee hat ein normales TV-Gerät, eine Nintendos Wiimote und für die Bestimmung der Position eine Brille mit Infrarotleuchten einsetzt. In diesem Video präsentiert Lee die Head-Tracking-Funktion.
Es bleibt abzuwarten, ob die Software in den App Store kommt. Bisher haben sich die Entwickler noch nicht dazu geäußert. Es könnte jedoch durchaus sein, dass Apple der Veröffentlichung im App Store wiederspricht und statt dessen in seiner nächsten iPhone- und iPad-Generation ähnliche Programme oder ein 3D-iOS als zusätzliches Feature einführt.
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Damian Robota
Rainer schrieb:
am 12. April 2011 um 21:07:45
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Wäre zu schön
Die Software benötigt viel zu wenig Aufwand, um 3D Effekte zu erzeugen, keine teuren Zusatzgeräte benötigt, da kann ja
nichts mehr verkauft werden. Also wird sich das Programm nicht durchsetzen!
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sven schrieb:
am 12. April 2011 um 21:02:58
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toll...
aber leider nich fürs ipad 1 :(
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Peter schrieb:
am 12. April 2011 um 21:00:58
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oh mann
"Die Software könnte prinzipiell auf jedem mobilen Endgerät funktionieren, dass über eine Frontkamera verfügt und mit ausreichend
Rechenleistung ausgestattet ist."
Welchen Legastheniker hat man hier wieder ran gelassen?
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